Kostenlose Kinderbetreuung für Stadträte - Privilegierung oder Notwendigkeit?

Der Stadtrat hat letzte Woche eine kostenlose Kinderbetreuung für Ratsmitglieder beschlossen. Ab September stehen zwei Kräfte zur Betreuung bereit. Ich glaube nicht, dass man sich an den Kosten von 5000 Euro im Jahr stören wird. Schon eher an der Privilegierung. Es ist schön, dass der Stadtrat etwas gegen das knappe Betreuungsangebot in Leipzig unternimmt, aber muss er dabei wirklich bei sich selbst anfangen?

 

René Hobusch, FDP

Nun, liebes Weltnest, zum Glück hat der Stadtrat gerade keine kostenlose Kinderbetreuung für Ratsmitglieder beschlossen. Und ich hoffe, dass er das auch nicht tun wird. Meine Stimme gibt's dafür jedenfalls nicht. Was wurde nun tatsächlich bei einigen Enthaltungen und einigen Gegenstimmen beschlossen? Hier der Wortlaut:

1. Zu Beginn der VI. Wahlperiode [Anmerkung: Also mit Arbeitsbeginn des neuen Stadtrates] erfolgt eine Bedarfserhebung bei allen Stadträten, in welchem Umfang eine Kinderbetreuung benötigt wird. Auf der Grundlage des Ergebnisses dieser Erhebung wird bis Ende 2014 ein Betreuungsangebot vorbereitet. Gleichfalls bis Ende des Jahres erfolgt eine Kalkulation der Kosten und eine Entscheidung über eine Beitragsbeteiligung. Als Zeitraum der Testphase gilt das Jahr 2015.

2. Bei öffentlichen städtischen Veranstaltungen wird auf Entscheidung des jeweiligen veranstaltenden Amtes/Referates nach Möglichkeit eine Kinderbetreuung angeboten.

Es wird nun also erst einmal geguckt, ob es überhaupt einen Bedarf gibt, wie groß dieser ist und was das dann tatsächlich kosten würde. Dazu gibt es einen Vorschlag, wie mit den Kosten umgegangen werden soll. Es ist, liebes Weltnest, vielleicht dem einen oder anderen bekannt, dass ich selbst zwei Kinder habe. Ich werde eine Betreuungsmöglichkeit nicht in Anspruch nehmen, weil wir uns in der Familie entsprechend organisiert haben. Stadtratsarbeit bedeutet in erster Linie Zeit. Zeit, in der ich nicht arbeiten kann. Zeit, in der ich nicht bei meiner Familie bin. Zeit, in der ich 1000 andere Dinge erledigen könnte. Über die Vereinbarkeit von Familie und Stadtrat wird lang und breit diskutiert. Über die Vereinbarkeit von Familie, Stadtrat UND Beruf wird nicht besprochen. Das halte ich für genauso wichtig. Denn: Wie soll eine Leipzigerin, die beispielsweise nach Berlin pendelt, weil sie dort arbeitet, im Stadtrat aktiv sein? Faktisch geht das nicht, wenn Stadtratssitzungen um 14 Uhr beginnen. Es geht auch nicht, wenn Ausschusssitzungen um 17 Uhr beginnen. Aber selbst Stadträte, die in Leipzig arbeiten, müssen sich fragen, in wie weit sie Termine um 10 Uhr vormittags wahrnehmen können. Wenn ich mir einige Wahlergebnisse ansehen, haben die profitiert, die - sagen wir es mal zugespitzt - ordentlich Tagesfreizeit haben und überall präsent sein können. Diejenigen, die tagein tagaus für den Wohlstand unserer Stadt im Job schaffen, sind da benachteiligt.

Wollen wir das? Wollen wir ein Stadtparlament von Rentnern, Studenten und Angestellten von Abgeordneten anderer Parlamente? Ich will das nicht. Ich will, dass auch eine Krankenschwester oder Schichtarbeiter im Stadtrat mitarbeiten kann. Wie das gehen soll? Sicher nicht mit einer gratis Kinderbetreuung. Und ein Punkt ist noch gar nicht auf der Agenda: Warum brauchen einige eine solche Kinderbetreuung? Wahrscheinlich weil es kein Betreuungsangebot nach 17 Uhr mehr gibt - jedenfalls nicht in der notwendigen Breite. Aber anstatt zu fragen, was wir für alle Leipziger ändern müssen, denken insbesondere Grüne und Linke über eine Lex Stadtrat nach. Und das vor dem Hintergrund, dass Leipziger Stadträte im Vergleich zu anderen Städten eine verhältnismäßig hohe Aufwandsentschädigung - aus Steuermitteln (!) - erhalten:

- 330 Euro monatliche Pauschale
- monatliche Mobilitätspauschale im Gegenwert einer LVB-Monatskarte (Zone 110)
- zusätzliche monatliche Pauschale für Fraktionsvorsitzende: 150 Euro
- monatliche Aufwandsentschädigung für Ausschussvorsitzende: 75 Euro
- Sitzungsgeld pro Teilnahme an der Ratsversammlung: 50 Euro
- Sitzungsgeld pro Teilnahme an einem Ausschuss (sofern man stimmberechtigt ist): 50 Euro

Ich würde gern im neuen Stadtrat in Ruhe über das Thema Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt sprechen. Und dazu gehört dann auch, welche Geld- und Sachleistungen Stadträte für ihre Arbeit bekommen sollen, vielleicht sogar bekommen müssen. Denn bei einem sind wir uns sicher alle einig: Jede Leipzigerin und jeder Leipziger sollte die Möglichkeit haben, sich für seine Stadt zu engagieren - auch im Stadtrat.

 

Jürgen Kasek, Die Grünen

Zeit für einen Aufschrei. Privilegierung von Stadträten. Die bekommen den Rand nicht voll und so weiter. "Die da oben" gegen "die da unten". Herrliche Zerrbilder die immer geeignet sind des Volkes Laune zum kochen zu bringen. Genauso kann man darüber schreiben, hübsch faktenfrei und im Rollenbild des 19. Jahrhunder gefangen, was die CDU dann ja auch mal gleich macht und feststellt, dass sich Kinder und Stadtratsmandat eben nicht vertragen. Chapeau möchte man rufen und Frauen raus aus der Politik - ihre CDU. Eigentlich ein toller Slogan für die Landtagswahl.

Man kann auch den Schaum vom Mund wischen, die eigenen Projektionen hinterfragen und mal genauer hinschauen. Sinn und Zweck der Übung ist es, die Vereinbarkeit von Familie und politischem Ehrenamt in unserer wachsenden und von immer mehr jungen Familien bewohnten Stadt zu steigern. Die Stadt Leipzig würde mit diesem Engagement auch bundesweit ein deutliches Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit setzen und mehr junge Menschen für Politik gewinnen und animieren.

Dass politisches Engagement mitunter nur schwer mit Familie zu vereinbaren ist, ist kein gänzlich neuer Erfahrungswert. Das der Stadtrat ein Ehrenamt ist, ebenfalls nicht. Das ein Großteil der Erziehungsarbeit immer noch die Frauen leisten und Leipzig im Genderranking schlecht abschneidet, ist auch bekannt. Dass die Aufwandsentschädigung aktuell 398 € pro Monat Grundentschädigung in keinem Vergleich zum eigentlich notwendigen Zeiteinsatz von Minimum 20 h Stunde pro Woche sind auch. Da kann man lange diskutieren.

Fakt ist: Als Stadtrat wird man nicht reich, nicht berühmt, nicht geliebt. Außer vielleicht man nutzt das Ganze um an lukrative Jobs zu kommen oder nebenbei Häuser zu verkaufen, aber lassen wir das.  Der Gleichstellungsbeirat der Stadt hat diese Vorschläge mit entwickelt. Kinderfreundliche Stadt heißt eben auch, dafür zu sorgen, dass Eltern im Stadtrat vertreten sind und vor allen Dingen beiderlei Geschlechts. Das kann man wie einige verbitterte und militante CDU Rentner doof finden, weil früher gab es das ja auch nicht, oder einfach mal darüber nachdenken, ob man selber den Job übernehmen würde und wenn ja, warum man es dann nicht gemacht oder wenigstens versucht hat.

Hab ich jetzt mögliche Wähler beschimpft? Wenn ja: gut so.

 

Katharina Schenk, SPD

Die Stadträtinnen und Stadträte geben sich ein Privileg, in Sachen Kinderbetreuung denken sie auch wieder zuvorderst an sich selbst. So kann man das Ganze sehen, wenn man übersieht, dass es im Beschluss des Rates nicht um einen kostenlosen Kindergarten für alle Kinder von Stadträt/innen geht, in dem dann Milch und Honig fließen, sondern um die Schaffung eines Angebots zur Betreuung der Kinder von Stadträten während der ehrenamtlichen Tätigkeit.

Darin soll eine Privilegierung liegen? Ich glaube nicht.

Ich glaube hier wird Menschen, die bereit sind sich mit hohem Zeitaufwand und ohne relevante Gegenleistung für ihre Stadt zu engagieren, die Möglichkeit geboten ihrem gewählten Ehrenamt nachzugehen, auch wenn sie betreuungsbedürftige Kinder haben. Nicht viele Ehrenämter beinhalten die Verpflichtung zu jeder Sitzung, möge sie noch so lang und bis spät in die Nacht dauern, anwesend zu sein. Nicht viele Ehrenämter werden nach fünf Jahren hinsichtlich der Leistung des Ehrenamtlers bewertet.

Stadträt/innen sollten gründlich und intensiv arbeiten, schließlich geht es um ein bisschen was, schließlich haben sie sich gegenüber den Wähler/innen verpflichtet.

Ich finde daher: Genug gejammert. Es gibt wirklich genug Gründe zum Aufregen, der Kita-Platz-Mangel, der Eltern in unerträgliche Lagen bringt, ist einer davon, junge Eltern, die Stadtrat beziehungsweise Stadträtin werden wollen und dann vor Ort für ihre Anliegen streiten, sind keiner.

 

Markus Walther, CDU

‎Ich halte die Aufregung über die Stadtrats-Kita für gründlich daneben. Was soll denn Privilegierung heißen? Heißt das, der Stadtrat darf sich erst dann um die Betreuung der Kinder seiner Mitglieder kümmern, wenn in der gesamten Stadt Leipzig eine flächendeckende Vollversorgung mit Kitas gewährleistet ist? Das ist ja Unfug.

Die Angelegenheiten ist ja nur deswegen ein kommunalpolitisches Thema, weil viele den Eindruck gewonnen haben, die Stadt Leipzig tue nicht genügend, um eine ausreichende Zahl an Kita-Plätzen bereit zu stellen. Und in der Tat ist es unbefriedigend, wenn es einen regelrechten „Schwarzmarkt“ für Kita-Plätze gibt: Sponserst Du einen DVD-Player, dann schau ich, ob sich nicht was in der Warteliste machen lässt. Solche Geschichten wird wohl jeder schon einmal gehört haben. Je näher das Angebot an Kitaplätzen der Nachfrage nahekommt, umso seltener wird so etwas passieren. Aber hier gehört auch Ehrlichkeit zur Diskussion: Die Anstrengung, viele tausende Kitaplätze einzurichten, kostet sehr viel Geld. Das Geld dafür fehlt an anderen Stellen, an denen es nötig wäre, gerade in den Bereichen Schule, Kultur, Infrastruktur und Sicherheit. Einen absoluten Vorrang für Kitas in der Haushaltsplanung darf es nicht geben — ganz abgesehen von der Frage, ob es tatsächlich ein Ziel staatlichen Handelns sein sollte, so viel wie möglich Kinder in Fremdbetreuung zu haben.

 

Juliane Nagel, Die Linke

Nun ja, da wurde ja vom Weltnest sehr schön die Gegenpropaganda der CDU aufgenommen.

Was sind denn Privilegien? Dass Menschen, die sich neben ihrer Berufstätigkeit auch noch wöchentlich mindestens 10 Stunden ehrenamtlicher Stadtratstätigkeit geben, und ihre Kinder mal nicht bei Familie oder bezahlter Betreuung unterbekommen, eine unkomplizierte Möglichkeit für Kinderbetreuung fordern? Wohlgemerkt geht es hier nicht um einen Kitaplatz, sondern um eine temporäre Betreuung um ein öffentliches Mandat auszuüben. Die Kosten für die Stadt liegen bei maximal! 5000 Euro im Jahr! Der vormalige Vorschlag der Verwaltung sah eine Betreuung zum Preis von mindestens 30 Euro pro Sitzung vor. Bei einer Grundentschädigung von ca. 350 Euro plus Sitzungsgeld nicht unerheblich. Im Monat kostet ein 9-Stunden-Platz 207,52 (Krippe)/ 125 Euro (Kindergarten) bzw. 73 Euro (Hort). Privilegien sind ja wirklich etwas anderes. Zum Beispiel als StadträtIn auf eigenartigen Wegen bevorzugt einen echten Kitaplatz zu bekommen, kostenfrei den ÖPNV oder kostenlose, reservierte Parkplätze nutzen zu können. Ich stehe hinter dem Be chluss, zumal es nicht "nur" um die StadträtInnen geht, sondern auch um Kinderbetreuung bei öffentlichen Veranstaltungen der Stadt Leipzig. Wir erreichen damit einen gesellschaftlichen Grundstandard, der von der sich selbst als "familienfreundlich" nennenden Stadtverwaltung eher unterminiert wird. Zum Beispiel ist das Kinderbetreuungsangebot im Amt für Familie, Jugend und Bildung vor einiger Zeit einfach weggefallen, weil die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ausgelaufen ist. Das regt keine CDU auf.
Ausschließlich Männer, die sicherlich ihre Frauen im Rücken haben, wenn sie ihrer Arbeit und ihrem Ehrenamt nachgehen, haben in der Stadtratssitzung ein weiteres Mal übelst vom Leder gezogen. Ich erinnere mich keine einzige Debatte, die so viele CDU-(Männer) zum Reden und zum vehementen Widerspruch bewegt hat. Allein das ist bezeichnend. Ebenso Kinder mit Katzen zu vergleichen, wie es der CDU-Stadtrat Karsten Albrecht getan hat. Vor über 2 Jahren warf sein Parteikollege Heinrich den damaligen AntragsstellerInnen von Grünen, Linker und SPD vor, dass sie ihr Leben nicht im Griff hätten.

CDU und FDP haben hier eine Scheindebatte vom Zaun gebrochen. Die Kritik an der akuten Unterfinanzierung der Kindertagesbetreuung durch das Land, das ja bekanntermaßen schwarz-gelb regiert wird, prallte an den Herren regelmässig ab. Wir dürfen zudem nicht vergessen, dass es die CDU-geführte Landesregierung ist die eine kostenfreie Kitabetreuung für alle verunmöglicht. Für DIE LINKE ist das ein wichtiges Zukunftsziel. Und auch nicht zu vergessen ist, dass alle Fraktionen ausser der LINKEN den zwei Gebührenerhöhungen für Kitabetreuung in den letzten fünf Jahren zugestimmt haben.

Ergo: viel Aufregung um einen echten Fortschritt, der nichts mit Privilegien zu tun hat, sondern vielmehr Eltern, die politisch Verantwortung übernehmen wollen, was ja überaus wünschenswert ist, ein kleines bisschen den Rücken freimachen kann.

 

Ute Elisabeth Gabelmann, Piraten

Oha, der klassische Fall von "gut gemeint ist nicht immer gut gemacht".
Zunächst einmal: sicher ist es für jeden Elternteil bei der Arbeit beruhigend, wenn man das eigene Kind in allerbesten Händen weiß. Insofern ist es löblich, wenn auch der Stadtrat als Quasi-Arbeitgeber für die Ratsmitglieder eine Betreuung bereitstellt. Allerdings frage ich mich: was tun denn die Stadträte mit ihren Kindern, wenn sie nicht in Sitzungen oder Ausschüssen tagen, sondern beispielsweise ihrer Hauptarbeit nachgehen? Dafür muß es ja auch Lösungen gegeben haben. Es stellt sich also die Frage, warum diese Lösungen nicht auch für die im Rat verbrachte Zeit genutzt werden können. Auch ist mir bisher unklar: gilt die Betreuung nur für die unmittelbare Stadtratszeit - also die Teilnahme an allgemeinen Sitzungen - oder auch für interne Termine wie Fraktionssitzungen oder Vorbereitungszeit? Welche Stadträte könnten ohne diese Betreuung ihrer Aufgabe nicht nachkommen? Würde es Rücktritte geben? Wieviel Stadträte betrifft der Mangel an Betreuung, d.h. wieviele haben überhaupt Kinder im betreuungsbedürftigen Alter?

Ich ahne, daß das nicht so gründlich erfaßt worden ist, wie es hätte passieren sollen. Tun wir Stadträte uns also den Gefallen und treffen solche Entscheidungen sauber und einwandfrei, damit wir nicht mehr Angriffsfläche bieten als unbedingt erforderlich.

 

Martins Fazit

Natürlich haben wir bei Weltnest die "Gegenpropaganda" aufgenommen. Bei der Frage "Warum ist die kostenlose Kinderbetreuung während Stadtratssitzungen eine tolle Sache?" würden wir über dasselbe Thema sprechen, aber die Antworten hätten deutlich weniger Pfeffer.

Die fast identischen Reaktionen auf das Wort "Privileg", lässt mich an getroffene Hunde denken. Natürlich geht es hier nicht um Kindergartenplätze, wie andere Medien titeln. Aber andere Ehrendienstler haben diese Möglichkeit eben nicht. Warum nicht auch über eine Betreuung für Kinder von freiwilligen Feuerwehrleuten oder THWlern nachdenken? Die Betreuung während der Sitzungen klingt nach einer sinnvollen Sache und ich freue mich für die betroffenen Stadträte. Es kann aber nur ein Anfang sein.

 

Über den Autor:

Martin hat nachgesehen, ob er auch ein Privileg hat. Auf der Waschmaschine steht aber Gorenje.

Kommentare

Saskia Kämpny kommentierte auf Facebook

es ist eine schlichte notwendigkeit, das betreuungsplätze für kinder geschaffen werden, wenn sie gebraucht werden. es ist ein privileg, dass dies für bestimmte personen vorrangig getan wird. würde mich auch zu einer ratstätigkeit durchringen können, wenn ich damit an nen betreuungsplatz für dreijährige ab september käme... geht da was?

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Saskia Kämpny kommentierte auf Facebook

und kostenlos ist generell ein privileg, so lange es eine gebührenordnung für kinderbetreuung gibt, die für alle bürger gilt... ausser natürlich die ratsmitglieder verfügen über ein so geringes einkommen, dass sie vom elternbeitrag befreit werden können. das gilt ja aber wiederum für alle,also kein privileg (bezweifle aber, dass das der grund für die kostenfreiheit ist)

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Saskia Kämpny kommentierte auf Facebook

das mit der ratstätigkeit war übrigens ironisch gemeint, auch keneswegs respektlos gegenüber denen, die sie ausüben... ich habe in der tat auch dinge zu tun, die ich für wichtig halte, allerdings hält die keiner für relevant genug, um meinen betreuungsbedarf mal vorrangig zu sichern... ach doch, meine familie hält das für wichtig, aber die haben da leider wenig einfluss... so schön, wie es grundsätzlich ist, dass es politisch engagierten da möglichkeiten geschaffen werden sollen, so nachvollziehbar ist aber auch das unverständnis seitens kitaplatz-suche-geplagter eltern, die eben diese stadt seit jahren um ergebnisorientiertes handeln in der beziehung bitten...

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Feli Dae kommentierte auf Facebook

Nach welchem Muster verläuft eigentlich der Kita-Platz Ausbau? Interessehalber gefragt. Wird dabei darauf geachtet, dass man mehr Plätze in Gebieten schafft, die einen Mehrbedarf (durch eine große Anzahl an Kindern / Familien) haben (und somit wohn(Stand)ortnahe Betreuung ermöglicht, oder fördert man random überall und lässt die Eltern dann durch die ganze Stadt fahren (was mit dem Auto nicht gerade wirtschaftlich und umweltbewusst ist). - ?

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Angelika Kanitz kommentierte auf Facebook

Eine Unverschämtheit bei diesen Gehältern !Diese Leistung sollte selbstverständlich bezahlt werden. jede alleinerziehende Mutter muss ihren Obolus zahlen.

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Martin Meißner kommentierte auf Facebook

Es geht nicht um Kitaplätze. Nur um beträung während der Sitzung die oft genug bis in den späten Abend gehen.

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Berthold Richter kommentierte auf Facebook

Naja, werte Frau Kanitz, ich finde nicht, das Stadträte überbezahlt sind. Im Gegenteil, für die Arbeit,welche ein Stadtrat in der Regel leistet,ist die Entschädigung eher lächerlich.

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Angelika Kanitz kommentierte auf Facebook

Kinder haben aber am späten Abend nichts in einem Rathaus zu suchen. Da kann man sich eine "Nany" leisten, die die Kinder zu zivilisierter Zeit zu Bett bringt. Oder man hat sogar einen Ehemann. :P Leute aus der Gastronomie bringen auch nicht ihre Kinder mit an den Arbeitsplatz.

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Stephanie Werth kommentierte auf Facebook

Angelika Kanitz haben Sie den Artikel, den Antrag und die Meinungen der Politiker gelesen und wissen, worum es sich hier wirklich handelt (eben nicht kostenloser KiTa-Platz)? Von welchen Gehältern sprechen Sie? Nicht jeder Stadtrat hat einen super bezahlten Job und die Aufwandsentschädigungen sind sicher auch nicht mit einem Gehalt zu vergleichen. Der ein oder andere mit Familie hat sich vielleicht gar nicht zur Wahl aufstellen lassen, weil er nicht wusste, wie er Beruf, Familie und Ehrenamt mit einander vereinen kann. Ich arbeite seit 12 Jahren ehrenamtlich für einen großen bundesweiten Verein und hier wird viel versucht, Ehrenamtliche mit Familie zu unterstützen und während Seminaren etc. ggf. Kinderbetreuung anzubieten. Das geschieht dann hauptsächlich über andere Ehrenamtliche. Aber es ist ein guter Schritt. Das Ehrenamt wird doch sowieso oft genug unterschätzt. Mehr gesellschaftliches Engagement kann m.E. nicht schaden. Und wenn die Ehrenamtlichen dann wissen, dass sich während ihrer Tätigkeit auch um die Kinder gekümmert wird, um so besser. Das meine ich nicht nur auf diesen Stadtrat bezogen, sondern generell. Auch für freiwillige Feuerwehrleute, den THW, den Theaterverein, den Frauenverein, den Seniorenverein etc.

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Angelika Kanitz kommentierte auf Facebook

Ja, ich habe es gelesen und ja, ich persönlich finde auch, dass nur innerlich und familiär gefestigte Menschen Ehrenämter übernehmen sollten. Niemand sollte auf Kosten der Allgemeinheit, nur weil er sein Ehrenamt im Stadtrat ausübt, priviligiert sein.

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Alegro Katol kommentierte auf Facebook

gerade heute wieder, auf einer der woechendlichen demos sind die kinder der gruenen und linken nie dabei, obwohl die Kinder dort an der frischen luft doch wirklich mitlaufen koennten. da hat man immer betreuung, sehr eigenartig.

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Ro Schu kommentierte auf Facebook

Das sollte für alle gelten ... Oder wenigstens vorerst die die es sich nicht oder kaum leisten können. Arbeit gibt's aber dennoch nicht mehr...was wieder andere Probleme produziert welche bei dem beschränkten Horizont der deutschen Politik unlösbar zu sein scheinen.

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Ro Schu kommentierte auf Facebook

Alegro ... Vielleicht die Angst vor Übergriffen durch die pfefferspraysprühende Polizei. Da war ja jede Montagsdemo 89' friedlicher ;-)

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Ari Malewitsch kommentierte auf Facebook

Auch Stadträte können alleinerziehend sein! Und wer sagt, dass Stadträte viel Geld haben? Ich fühle mich dadurch eher motiviert in die Politik zu gehen. Ich denke sonst sind vorallem Frauen oft aus demokratischen Prozessen ausgeschlossen. Ich finde es gut.

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Ro Schu kommentierte auf Facebook

Deshalb sage ich ja .... "Das sollte für alle gelten" Warum sind Frauen oft aus demokratischen Prozessen ausgeschlossen ? Wäre das dann überhaupt noch ein demokratischer Prozess ? Ein Widerspruch ...

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Lily Aus Leipzig kommentierte auf Facebook

Da nun aber im Gegensatz zu dem, was Weltnest schrieb, erstmal überhaupt eine Evaluation der Lage, wie ich es auch gefordert habe, beschlossen worden ist, können wir uns ja alle wieder beruhigen. Bitte weitergehen, es gibt hier nichts zu sehen. Dafür wurde eine weitere Woche nicht auf den wirklichen Skandal eingegangen, daß Leipzig der Kirche eine absurde Menge Geld für deren Kirchentag zahlt.

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