Leipziger Reizthema Straßenverkehr: Von Rüpelradlern, Bürgersteigbarbaren & Amok-Autofahrern

Auf Leipzigs Straßen herrscht Krieg. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man sich eine Pressemitteilung der CDU durchliest. Stadtrat Konrad Riedel möchte, dass nicht nur Polizei, sondern auch das Ordnungsamt gegen Radfahrvergehen, wie fahren auf dem Bürgersteig, vorgeht. Es ist ein Reizthema.

 

Wo Bürgersteig aufhört und Fahrradweg anfängt, kann man zumindest vor dem Hauptbahnhof kaum erkennen. ADFC und LVB würden die Straße gerne um eine Spur reduzieren, um Platz für einen Radfahrstreifen und eine Haltestellenvergrößerung zu schaffen. Darum stellt sich heute die Frage:

Wie können wir den Verkehr so gestalten, dass alle zufrieden sind?

 

 Katharina Schenk, SPD

Mein intuitiver Gedanke: Eine Spur weniger ist sicher aus Fahrradperspektive gut gedacht – verkehrstechnisch kann ich mir das ob des hohen Aufkommens vor Ort jedoch kaum vorstellen.

Ich fahre selbst mehrmals die Woche mit dem Rad am Hauptbahnhof vorbei – es ist wirklich Glückssache, ob man ohne wildes, Passant_innen aufschreckendes Geklingel vorbei kommt. Ich tendiere dazu, mich langsam auf die beiden Knotenpunkte vor den Hallen zurollen zu lassen, um dann im richtigen – nämlich dem fast leeren – Moment in die Pedale zu treten. Ich bin damit bis jetzt ganz gut gefahren, auch wenn ich zugebe, dass das nicht ideal ist. Grundsätzlich halte ich aber viel von Rücksichtnahme an Stelle von Schildern und Warntafeln – und wenig von Kriegsrhetorik in Pressemitteilungen.

Das Hauptproblem scheint mir zu sein, dass Passantinnen und Passanten nicht damit rechnen, dass im nächsten Moment im wahrsten Sinne des Worte Fahrräder kreuzen können, während die Radfahrenden ja in der Regel erwarten, dass an an einer Ampel Richtung Innenstadt Personen warten. Verrückte gibt es natürlich immer und auf allen Seiten – gegen die helfen allerdings weder Schilder noch extra Spuren.

Sinnvoll fände ich eine farbige Spur mit Fahrradsymbol, wie man es von Ampeln und Radwegen kennt, die die Passant_innen auf die Radfahrenden aufmerksam macht. Damit könnte man vielleicht den „Achtung, Rehe kreuzen“-Reflex von Landstraßen auslösen und einen Krieg der Radelnden gegen die Marschierenden vermeiden.

 

René Hobusch, FDP

Ach, liebes Weltnest, was wäre Politik ohne Rituale? Kasek junior und Riedel senior. Umweltverbandslobbyist und Grünen-Häuptling - und damit zwangsweise Radfahrfreund - auf der einen Seite. Konservativer Knochen mit selbstentdecktem Hang zu Ratskellern fern der Fußläufigkeit auf der anderen Seite. Hier die langen Haare im Wechsel zwischen korrektem Zopf und lockerer Headbanger-Mähne, da die fleischfarbene Badekappe mit preußisch gezwirbeltem Moustache. Gegensätze tun sich auf - auch optisch.
Nur: Was ist real? Und was ist eher Ritual? Denn: Die Geschichte hatten wir schonmal hier oder auch hier. Nun stehen wir vor einer Landtagswahl.

Kollege (wir sind beide Rechtsanwälte und da spricht man sich so an - auch so ein Ritual) Kasek will über Leipzigs Süden nach Dresden. Problem: Mit Juliane Nagel hat er eine Konkurrentin, die in gleichem Gebiet wildert - aber nicht nur Demos im Süden anmeldet, sondern dort auch ihren Lebensmittelpunkt hat. Kasek hingegen kennt man eher aus Grünau und Miltitz, was im Westen und damit weit weg liegt.

Und Riedel? Nunja... Auch die CDU braucht irgendwie mal ein Profil, denn hier und da könnte es für manchen Christdemokraten schwierig werden - so mit Blick auf Dresden. Dass die CDU hier ganz auf Autofahrer setzt - und über böse Radler hetzt - kommt da vielleicht ganz gut gelegen. So steigen beide in die Geschichte ein, liefern sich ein vorsommerpausiges Scharmützel, schaukeln sich hoch, inszenieren und fahren doch beide gut damit. Die eigene Klientel wird's ihnen danken. Dumm nur, dass die Stadt damit auf der Strecke bleibt. Warum? Dazu später mehr.

Jetzt zum inhaltlichen: Ja, es gibt Radfahrrüpel. Ja, es gibt Autoanarchisten. Ja, es gibt Fußfieslinge. Ja, es gibt Kradchaoten. Ja, es gibt vielleicht auch Brutalos unter den Bus- und Bimmelfahrern. Aber das sind durch die Bank weg nicht die Mehrheiten. Das Gros der Verkehrsteilnehmer guckt nach links und nach rechts, nach vorn und nach hinten und bewegt sich ziemlich zivilisert auf Leipzigs Straßen, Wegen und Plätzen. Da kann man auch mal Danke sagen, was ich an dieser Stelle einfach tue: Dank an diejenigen, die unauffällige Mehrheit, die sich tagtäglich problemlos und konfliktfrei durch Leipzig bewegen. Meine Meinung: Hören wir auf das Klima zu vergiften. Wenn es es Regelverstöße gibt, sind diese zu ahnden. Fertig. Egal ob ein Radler einem die Vorfahrt nimmt und ein Auto bei kirschgrün noch fix über die Kreuzung heizt.

Und beim Hauptbahnhof: Ich halte den Wartebereich an den Fußgängerampeln vor den Eingängen des Bahnhofes für ausreichend groß. In der Tat ist die Querung des Radverkehrs hier unglücklich, aber korrekt beschildert: Es ist ein Fußweg, der für den Radverkehr freigegeben ist. Vorrang haben daher Fußgänger. Als Radfahrer muss ich mich dann vorsichtiger und rücksichtsvoller bewegen, als auf einem separaten Radweg. Vielleicht hilft fürs erste eine Kennzeichnung des Radbereiches mit großen roten Flächen. Das wäre sicher kostengünstiger als ein vollständiger Rückbau einer kompletten Fahrspur, der wohl auch gravierende Auswirkungen auf den Verkehr im gesamten Innenstadtbereich hätte. Ich kann den ADFC allerdings auch verstehen: Sie sind die Lobbyisten für die Radfahrer in unserer Stadt. Das meine ich nicht negativ. Allerdings braucht sich so ein Interessenverband aber auch nicht zwingend um andere Verkehrsteilnehmer zu kümmern, sondern nur um die eigene Klientel. Klassische Interessenvertretung (neudeutsch: Lobbyismus) eben. Als Stadtrat hat man dann aber auch im Blick, dass wir nicht nur immer mehr Kinder haben (Stichwort: Kitachaos und Schulschlamassel), sondern es auch immer mehr ältere Menschen gibt, die länger mobil bleiben wollen - mit dem eigenen Auto. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum die Zahl der Fahrzeuge pro Einwohner weiter steigt.

Abschließend, liebes Weltnest, zur Frage, wie wir Verkehr so gestalten können, dass alle zufrieden sind. Die Politik kann Verkehr nicht gestalten. Politik kann Verkehr nur organisieren. Das ist jedenfalls meine - liberale - Vorstellung zum Thema. Und 100prozentig zufrieden werden nie alle sein. Die einen setzen auf Radverkehr und wollen die Autos am liebsten in eine Verwertungsanlage schicken. Andere sehen in Radfahrern per se Rüpel. Vielleicht sollte die Stadtpolitik über alle Parteigrenzen hinweg alle Verkehrsteilnehmer ernst nehmen, Politik an Nutzungsgewohnheiten orientieren und nicht bevormunden wollen.

 

Juliane Nagel, Die Linke

In Leipzig herrscht wohl mehr Auto-"Terror" als Fahrrad"Krieg", wenn ich im militaristisch-reißerischen Duktus bleiben soll. Will ich aber nicht. 
Ich reformuliere mal meine Position aus früheren Beiträgen: der Anteil des motorisierten Individualverkehrs muss gesenkt werden. Das geht nur wenn alternative Verkehrsarten gefördert werden: ÖPNV muss für alle bezahlbar oder sogar kostenfrei sein und der Radverkehrsanteil muss erhöht werden, u.a. durch die Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen. Hier müssen Prioritäten gesetzt und auch Geld in die Hand genommen werden. Äußerungen wie die von Herrn Riedel (CDU) sind da wenig hilfreich. Er verzerrt durch Einzelbeispiele individuellen Fehlverhaltens, was es sicher gibt, die Realität. Laut Leipziger Radverkehrsbeauftragtem hat die Zahl der Unfälle in den letzten Jahren abgenommen.

Mit dem konkreten Beispiel Hauptbahnhof kommen natürlich auch die FußgängerInnen ins Spiel, die als VerkehrsteilnehmerInnen oft aus dem Blick fallen. Zwar hat die Verwaltung in der letzten Ratsversammlung bekundet, dass hier kein Unfallschwerpunkt existiert. Aber klar, bei dem Menschenaufkommen am Hauptbahnhof, gibt es hier durchaus gefährdende Situationen, bei denen die oberste Prämisse im Verkehrsgeschehen - die gegenseitige Rücksichtnahme - unter den Tisch fällt. Ich finde es gut und auch symbolisch, wenn an dieser Stelle ADFC und LVB quasi gemeinsam für eine Entspannung des Verkehrsraumes eintreten. Und wenn wir einmal dabei sind, könnte doch der gesamte Ring wieder für den Radverkehr freigegeben werden. Den Ausschluss hat vor gut zweieinhalb Jahren die AutofahrerInnenlobby maßgeblich mitinitiiert. Jetzt wäre die Chance sich vom Hauptbahnhof aus quasi vorzuarbeiten und eine sichere, radfahrfreundliche Variante zur Umfahrung der Innenstadt zu finden. Diese ist ja seit 2009 in großen Teilen tabu für Radfah ende (anstatt nach einem kooperativen Modell Fuß/Radverkehr gesucht zu haben.. ach mensch), während das Konzept autoarme Innenstadt nur halbherzig umgesetzt wird. Es gibt also noch einiges zu tun.

 

Ute Elisabeth Gabelmann, Piraten

Das ist, wie immer im Leben nicht möglich. Die Interessen der verschiedenen Gruppen sind schlichtweg zu verschieden, als daß nicht doch nur wieder ein halbgarer Kompromiß rauskommen würde. Daher sollten wir uns mal wieder - anstatt an Symptomen rumzufrickeln - Grundsatzfragen stellen: Was ist zukunftsträchtig? Was wird die Stadt verbessern und im Idealfall sogar verschönern?

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden nicht wenige westdeutsche Städte so umgebaut, daß alles auf das Auto ausgerichtet war. Man ging davon aus, daß darin die Zukunft liegen wurde und die Menschen über kurz oder lang ihren Wagen buchstäblich bis ins Schlafzimmer fahren würden. Heraus kamen Städte, durch die sich vierspurige Autobahnen auf formschönen Sichtbetonträgern wanden und wo sich Spaziergänger oder gar Radfahrer ihren öffentlichen Raum ertrotzen mußten.

Heute sind wir erheblich schlauer und wissen, daß das Privatauto für jeden Haushalt aus vielerlei Hinsicht ne blöde Idee und daher auf dem absteigenden Ast ist. Unsere Stadt soll nicht zugeparkt werden, sondern Raum für die in ihr lebenden Menschen bieten. Sie ist nicht zum Durchfahren da, sondern zum Eintauchen und Erleben. Das geht nun eindeutig per Rad, Bahn oder Beine sehr viel besser und streßfreier. Es gilt also, diese Fortbewegungsarten noch attraktiver zu machen und vor allem endlich das Straßenbahnnetz auszubauen, um im Gegenzug Autofahrern immer weniger Ausreden zur Nutzung des Privat-PKWs zu bieten. Davon ausgenommen sind natürlich Taxis und Carsharing-Angebote, die ja schon in der Grund-Idee zum öffentlichen Nahverkehr zu zählen sind.
Jetzt also Radfahrer anzugehen (die sich sicher genausowenig allzeit tadellos im Straßenverkehr verhalten wie Autofahrer oder Fußgänger) halte ich für pure Provokation. Regeln sind zum Einhalten da, jedoch den Schwarzen Peter einer Seite zuzuschieben, bemäntelt bloß wieder das Grundproblem.

 

Jürgen Kasek, Die Grünen

Die Antwort diesmal als Gemeinschaftsarbeit des AK Umwelt- und Klimaschutz:

Den Verkehr so zu gestalten, dass alle zufrieden sind, kommt dem Lösen des Gordischen Knotens nahe – die Ansprüche sind eben sehr divergent. Was aber die verschiedenen Nutzungsarten eint: Jeder möchte sicher, bequem und in überschaubarer Zeit an sein Ziel kommen. Auf diesem Ziel sollte der Fokus liegen. Dies bedeutet auch, dass das Dogma vom Vorrang des Autoverkehrs, dass immer noch von den Apologeten in CDU und FDP vertreten wird Geschichte sein sollte. Heißt im Klartext: Deutliche Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs.

Dass das Ordnungsamt gegen Verkehrsverstöße nicht vorgehen kann offenbart dabei der Blick ins Polizeigesetz. Das die Forderung dabei von der Partei erhoben wird die landesweit die Polizei ausdünnt (CDU) ist dabei nur ein schlechter Witz. Den Verkehr so zu gestalten, dass alle zufrieden sind ist zudem allein mit Repression (Kontrolldichte) bereits denklogisch nicht zu erreichen.

Dem Vorschlag des ADFC, am Hauptbahnhof einen Kfz-Fahrstreifen einzusparen (oder die bestehenden einfach schmaler zu machen, die Möglichkeit bestünde auch) ist sinnvoll. Für einen separaten Radweg ist dort einfach kein Platz, die Aufstellfläche für die Fußgänger würde nicht reichen. Da laut STEP die Verkehrsbedeutung des Ringes ohnehin reduziert werden soll, wäre das der richtige Weg.

Neben diesen Fragen kommt die Stärkung des ÖPNV hinzu und die Förderung des Fußverkehrs, etwa durch Bedarfsampeln. Um die Verkehrswende zu erreichen, um nichts anderes kann es gehen, brauchen wir konsequente Umsetzung von "push" und "pull" Maßnahmen. Weniger Autos, weniger Unfälle, weniger Lärm, weniger Schadstoffe, mehr Platz im öffentlichen Raum.

 

Markus Walther, CDU

Ich kann die Aufregung um die Stellungnahme meines Freundes Konrad Riedel nicht wirklich nachvollziehen. Keiner wird bestreiten können, dass es viele Radfahrer in Leipzig gibt, die Verkehrsregeln eher "weit auslegen" und sich sagen: Wenn keine Polizei in der Nähe ist, dann sei's drum. Und klar ist auch, dass ältere Menschen Geschwindigkeit ganz anders empfinden als jüngere Menschen. Das ist keine Schwäche von Senioren, sondern einfach Realität. Und es ist außerdem kein großes Geheimnis, dass dem Polizeivollzugsdienst derart viele Aufgaben obliegen, dass die Verkehrskontrolle regelmäßig zu kurz kommen muss.

Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, kann ich ziemlich gut erkennen, wo Fußwege und wo Radwege sind. Dafür gibt es Verkehrszeichen. Vielleicht freue ich mich über die eine oder andere Linienführung nicht und hätte sie gern anders. Aber wenn ich die Abgrenzung von Fahrradwegen und Fußwegen erkennen will, kann ich sie auch erkennen.

Zur Frage der Spurreduzierung: Aus meiner Sicht gibt es eine Verkehrsgruppe, die nun wahrlich nicht von sich behaupten kann, sie würde in Leipzig zu kurz kommen, und das sind die Radfahrer. Das Radwegnetz in Leipzig ist ausgedehnt und weitgehend zufriedenstellend. Was ganz erheblich gegen eine Spurreduzierung spricht: Der Innenstadtring ist zentraler Bestandteil des Leipziger Verkehrskonzepts. Schon jetzt kommen sich zu Stoßzeiten wegen des hohen Verkehrsaufkommens Straßenbahnen und Autos arg in die Quere. Nimmt man eine Spur weg, stört man dieses Verkehrskonzept erheblich und riskiert für Stoßzeiten noch größere Störungen, als jetzt schon auftreten.

Martins Fazit

Das war ja klar. Schon wieder hat niemand ein Patentrezept um alle glücklich zu machen. Dabei könnte es so einfach sein:

§ 1 Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Alles andere ist Makulatur.

 

Über den Autor:

Martin fährt selbst oft genug an der besagten Stelle vor dem Hauptbahnhof entlang. Das Ausweichen ist zwar manchmal nervig, aber eine wirklich gefährliche Situation hat er dort noch nie erlebt.

Kommentare

Nutzerbild von blubblub kommentierte

Ende der Wilderei

Dafür, dass Frau Schenk im Wahlkampf so offensiv in grünen Themenfeldern gewildert hat, ist ihr Beitrag ganz schön blass. Ist sie so kurz nach der Wahl schon in der SPD-typischen "die Verwaltung macht alles richtig, alles super wie es ist"- Welt angekommen?

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Nutzerbild von Katharina SchenkKatharina Schenk kommentierte

Lesen hilft

Ich wusste nicht, dass es Parteien gibt, die das alleinige Recht haben sich zu bestimmten Themen zu äußern. Ich äußere mich wozu ich mag und ich vertrete die politischen Positionen, von denen ich überzeugt bin. In meinem Beitrag taucht der Satz "Die Verwaltung macht alles. Wird schon irgendwie." nicht auf. Ich habe einen klaren Vorschlag gemacht.

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Nait Chris kommentierte auf Facebook

ich bin immernoch der meinung das ein radfahrer auf dem fussweg wesentlich weniger schaden anrichten kann, als auf der strasse. und mit schaden meine ich nicht kaputte lampe am rad, sondern verletzungen an fußgängern und an sich selbst!

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Nutzerbild von ClaudiaClaudia kommentierte

Gehwegradeln?

Radfahrer gehören auf die Straßen! Auf Fußwegen werden sie gern übersehen (man rechnet als Autofahrer doch nicht damit, dass auf dem Fußweg einer mit 25 Sachen angeheizt kommt) und sind somit in Kreuzungsbereichen extrem gefährdet. Auf der Straße würde man Radler zwangsläufig sehen und kann sich draufeinstellen. Des Weiteren möchte ich ungern hier Berliner Verhältnisse, was das Radeln auf den Gehwegen angeht. Ich bin selbst passionierter Radler, erledige alle meine Wege in Leipzig mit dem Rad oder, wenns nicht anders geht, mit den Öffentlichen. Aber mich nerven, wenn ich denn mal zu Fuß unterwegs bin, definitiv die Gehwegradler. Man erschrickt sich weil auf einmal ein Radler an einem vorbeihuscht, man wird sogar angeklingelt obwohl es doch ein Fußweg ist und überhaupt, was soll das? Welchen sinnvollen Grund könnte es geben, dass Radler lieber auf dem Gehweg fahren als auf Radwegen oder auf der Straße (Ok, Kopfsteinpflaster vielleicht, aber sonst?)?

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Nutzerbild von RichardRichard kommentierte

Nunja

Setzen sie sich doch mal aufs Rad, am besten Freitags gegen 15 Uhr und fahren zwischen Waldplatz und Haltestelle Liebigstraße die Jahnallee entlang. Egal welche Richtung. Vieleicht versuchen sie sich auch an der Zeppelinbrücke wenn sie Mutig sind (dort gibt es nichtmal eine Bordsteinsenkung das man auf die Straße wechseln "könnte") Das sind nur 2 Bsp. von vielen in Leipzig wo jeder, der keinen ausgeprägtem Hang zum Selbstmord hat lieber auf den Gehweg ausweicht. Und weiter, sie beschweren sich darüber das sie sich erschrecken wenn ein Radler an ihnen "vorbeihuscht" (warum nutzen sie nicht das Wort: ,,Überholt"?) aber klingeln soll er auch nicht? Die Klingel (Wie auch die Hupe) ist ein Warn- und kein Beschwerdesignal. Aber da gibt es in ganz DEU Aufklärbedarf. Und die Gründe weshalb ein Radfahrer lieber auf den Gehweg AUSWEICHT liegen wohl auch an den Autofahrern. Z.B. wenn sie den Radweg zuparken, oder auf einer langen Strecke gerne mal eine 70 aus einer 50 machen. Ihre Ansichten kann ich nur als Polemik ohne jeden Argumentativten bezug sehen.

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Nutzerbild von Andy KrummAndy Krumm kommentierte

Promenadenring autorfrei...

... würde alle Probleme lösen. Aber nun mal alle Polemik beiseite. Auch als Autostadt muss es Leipzig darum gehen eine zukunftsfähige Verkehrspolitik zu fördern. Und ich verstehe unter einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik primär eine solche, die auf Nachhaltigkeit und geringen Kosten basiert. Es ist in vielen Kreisen längst unumstritten das die Zukunft der personalen Mobiliät nicht im Privat-PKW liegt, wie der*die ein oder andere Politiker*in schon schrieb. Darum: Auroverkehr eingrenzen, das wäre z.B. durch eine grundsätzliche Tempo 30- Regelung möglich. Straßenbahnnetz/Busnetz ausbauen. Vorbild: Kopenhagen. Man hört, das steigere auch das Lebensgefühlt und ich kanns mir vorstellen

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Ro Schu kommentierte auf Facebook

Ne gesunde Durchmischung ...nur die Rennradler müssen weg ;-)

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Christoph Kaffee kommentierte auf Facebook

Am Ende geht's doch eh immer zu Lasten der Autofahrer. Leipzig wird bestimmt die erste deutsche Stadt mit einer richtig deftigen City-Maut für Kfz. Zusätzlich zur Oköplakette.

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Nutzerbild von blubblub kommentierte

Schön wär's...

... mit der Citymaut. Aber ich fürchte, dass wird nix mit der Autolobby die im Stadtrat ja nun in allen Fraktionen sitzt, außer wahrscheinlich bei den Grünen. Obwohl - auch bei denen fährt der eine oder die andere wohl lieber mit dem PKW...

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Die nackten Zahlen zum Thema: 2012 gabs rund 14.500 Verkehrsunfälle in #Leipzig Verursacher: PKW: 10.695 LKW: 1.685 Fahrrad: 425

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Frank Hädrich kommentierte auf Facebook

Wenn es mehr Radwege gäbe, wäre das gar kein Thema.

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Zoscha Kozlowski kommentierte auf Facebook

Teach your car drivers some manners / road-sharing technique, or put up a few more traffic monitoring cameras and catch them behaving like jerks and make them pay....for example, parking in cycle lanes should be very, very expensive. That would solve a whole bunch of problems.

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