Polizeiposten Connewitz - Hat der Süden von Leipzig mehr Recht auf Sicherheit?

Der neue Polizeiposten in Connewitz beschäftigt die Leipziger noch immer. Die Debatte spielt sich irgendwo zwischen "rechtsfreien Räumen" und "Polizeistaat" ab. Ob man da jemals auf einen gemeinsamen Nenner kommen wird, ist zu bezweifeln. Ich frage mich vor allem eines: Warum bezahlt die Stadt für einen winzigen Außenposten der Polizei in Connewitz, aber in allen anderen Wohngebieten werden die Polizeireviere geschlossen? Haben Connewitzer ein Recht auf mehr Sicherheit?

 

 

Juliane Nagel, Die Linke

Die Debatte um Sicherheit in Connewitz ist klar politisch gefärbt. Der entsprechende Wind der Stilisierung des Ortsteils als Hort von Chaos und Kriminalität weht dabei vor allem aus Dresden, insbesondere dem CDU-geführten Innenministerium. Der Hintergrund ist hinlänglich bekannt: Connewitz ist ein Ort, an dem eine politische Szene angesiedelt ist, an dem es eine reichhaltige und vielfältige linke (Sub)Kultur gibt und der nicht zuletzt eine recht bewegte politische Geschichte hat. Ich mag den Kiez, und lebe und arbeite genau deswegen gern hier. Gesellschaftskritik und Selbstorganisation wirken auf die Etablierten, gerade wenn wir von Konservativen sprechen, immer bedrohlich und landet schnell im Verfassungsschutzbericht. Wenn ich mich an die Reaktionen von Parteien wie SPD und Grünen zur Satireaktion am Polizeiposten im Februar 2014 zurück erinnere, scheint mir allerdings, dass auch jene diesem Kriminalisierungsparadigma aufsitzen, anstatt zu hinterfragen.

Schauen wir auf die Fakten: die Kriminalitätsstatistik weist Connewitz beim städtischen Kriminalitätsaufkommen im Mittelfeld aus.  Diese Zahlen sind zudem verfälscht, da es in Connewitz eine besonders hohe Kontrolldichte gibt, was logischerweise zu einer höheren Zahl von Verfahren führt. Jedem/r sei zu empfehlen sich mal des Nachts auf eine Bank nahe des Connewitzer Kreuzes zu setzen und die permanente polizeiliche Bestreifung zu beobachten. Zudem gibt es die stationäre Polizeikamera am Kreuz. Ein hoher Anteil von Gesetzesverstößen dürfte zudem durch Graffiti zustande kommen. Wenn eine Stadt nicht mehr Energie in die Schaffung von legalen Graffiti-Flächen investiert - kein Wunder. Und sorry, Graffiti mag HausbesitzerInnen nerven und schädigen, eine Gefahr für Leib und Leben ist es nun aber tatsächlich nicht.

Der konkrete Hintergrund der Einrichtung des Polizeipostens kann also nur als Einschüchterung einer politischen Szene in einem alternativ geprägten Viertel gelesen werden, zumal das ordentliche Revier (Südost) nur zirka 1 km entfernt ist. Es ist natürlich ein Hohn wenn im Stadtgebiet zahlreiche Reviere geschlossen werden wie es mit der Polizeireform von CDU/ FDP geschehen ist. Übrigens auch das Revier, das sich um die Ecke vom NPD-Zentrum in Lindenau befindet (die Initiative "Für das Politische! hat zum Thema im März 14 ein Statement verfasst, das zahlreiche Akteure aus dem Ortsteil unterstützen).

Ich mag mich bezüglich des Polizeipostens nicht diplomatisch verhalten. Er muss weg. Schon die Einrichtung lief unmöglich. Statt aufgrund der wiederholten Zerstörungen am BürgerInnenamt, das dort vorher angesiedelt war, eine kommunikative Lösung zu suchen, kam der Posten Knall auf Fall und wurde mit zuspitzenden Aussagen von OBM und Polizeichef begleitet. In einem Viertel wie Connewitz wäre meines Erachtens eine intensive Kommunikation und Debatte um Motivationen der Zerstörung zielführend und der bessere Weg gewesen. Andererseits nehme natürlich auch ich zur Kenntnis, dass es im Viertel ein paar Leute gibt, die den Connewitz-Mythos von Anfang der 1990er Jahre aufleben lassen wollen und sich wenig für die Vorstellungen anderer BewohnerInnen interessieren. Law-and-order hilft allerdings weder hier noch anderswo weiter. Insofern nehme ich gern eine neuerliche Idee auf: der Posten könnte ins ländliche Naunhof verschenkt werden, wo zum 31.5.2014 die örtliche Station "zurückgebaut" wurde.

 

René Hobusch, FDP

Kurze Antwort aus dem Urlaub, liebes Weltnest: Ja, in Connewitz gibt es kein Recht auf mehr Sicherheit als anderswo. Aber vielleicht das Bedürfnis. Denn im Bermudadreieck des Leipziger Südens lebt mancher, der jegliche Form von staatlicher Authorität ablehnt. Vergessen wir nicht, in den letzten Jahren sind im Bürgeramt in der Wiedebach-Passage Schäden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro durch vermutlich politisch motivierte Angriffe entstanden. Allein der Teerangriff im Herbst letzten Jahres hat über 80.000 Euro Schaden verursacht und das Amt war mehrere Monate geschlossen. Und damit sich jetzt Oma Erna und Opa Ernst, Familien mit Kindern, ganz normale Connewitzer also, sorgen- und angstfrei ins Amt begeben können und auch die Mitarbeiter nichts zu fürchten haben, ist der Polizeiposten der Kompromiss. Bedauerlich, dass das in Leipzig notwendig ist. Aber wer angesichts dieser Situation von Polizeistaat spricht, stellt das Gewaltmonopol des Staates und damit die Grundlagen unserer freien und offenen Gesellschaft in Frage und redet rechtsfreien Räumen das Wort. Übrigens: Leipzig zahlt nur die Miete für die Räume, mehr nicht.

 

Katharina Schenk, SPD

Das erste was mir in Sachen Polizeiposten durch den Kopf schießt, ist das Wort 'Symbolpolitik'. Ganz Sachsen hat unter dem massiven Stellenabbau bei der Polizei zu leiden - da passt es recht wenig, dass ausgerechnet auch schwarze und gelbe Politiker den Polizeiposten in Connewitz als Erfolg feiern. Schließlich sind es sie selbst oder ihre Kollegen, die auf Landesebene die sogenannte Polizeireform mitverantworten.

Natürlich braucht es in Connewitz ein Bürger_innenamt, natürlich darf sich eine Stadt nicht von Vandalismus einschüchtern lassen. Eine Stadt sollte aber vor allem gewährleisten, dass ihre Bewohnerinnen und Bewohner überall schnell polizeiliche Hilfe erreichen können. Polizeiarbeit, die mit genügend Zeit passiert, kann mehr als Repression - sie kann in den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern treten, sie kann helfende Hand und Anlaufstelle sein. Davon sind wir jedoch grundlegend entfernt, wenn die dünne Personaldecke nur weiter gezogen, statt endlich gestopft wird.

Es ist nicht grundlegend falsch einen neuen Polizeiposten zu eröffnen, es ist jedoch falsch, wenn dies aus dem falschen Motiv heraus geschieht. Wir brauchen keine Law-and-Order-Politik, die Connewitz zur rechtsfreien Zone stigmatisiert. Wir brauchen eine personell und finanziell gut ausgestattete Polizei, die in allen Gebieten der Stadt gleichsam rasch einsetzen kann.

Fazit: Der Polizeistützpunkt ist ein guter, wenn es nicht der letzte bleibt. Er ist ein guter, wenn er für die Einsicht steht, dass ein Mehr an Polizei nicht ein mehr an Repression bedeuten muss. Er wäre vielleicht auch gut angekommen, hätte man gemeinsam mit den Betroffenen nach den Gründen für Vandalismus und Gewalt gesucht.

 

Ute Elisabeth Gabelmann, Piraten

Hier hat niemand ein Recht auf (mehr) Sicherheit, jedoch jeder ein Recht auf Freiheit. Wobei ich den Polizeiposten da mal ausnehmen möchte, denn grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn nicht Überwachungsmaßnahmen als Sicherheitspaket verkauft werden, sondern tatsächlich mal echte Präsenz vor Ort da ist. Kameras sind ja nur stumme Zeugen von Kriminalität, können jedoch im Bedarfsfalle nicht mal eben eingreifen. Insofern ist ein Polizeiposten ja grundsätzlich ein Fall von "Vorbeugen ist besser als auf die Schuhe kotzen." und damit eine echte Verbesserung.
Allerdings stellen sich zwei Fragen:

1. Wurde der Polizeiposten jetzt als eine Art Pilotprojekt eingerichtet, um bei Erfolg auch in anderen Stadtteilen nachzuziehen? Das wäre begrüßenswert, denn erhöhte Präsenz der Polizei tut mehr für das subjektive Sicherheitsgefühl der Leute, als es eine neugierige Kamera je könnte.

2. Wurde der Polizeiposten eingerichtet, um den vielleicht als "Störfaktor" betrachteten Stadtteil Connewitz besser "unter Kontrolle" zu kriegen. Sollte dem so sein, fände ich es schlicht abartig.

Glauben will ich ersteres, vermuten tue ich allerdings letzteres.
Vielleicht ist es auch wieder bloß die gewohnte Hospital-Showpolitik, die auf alle Wehwehchen ein Pflaster klebt, statt mal nachzuschauen, warum hier eigentlich grad jemand die Praxis vollblutet.

Ansonsten find ich nach wie vor, daß das Vorhandensein eines "ABVers" (die Älteren werden sich erinnern, die Jüngeren bitte hier entlang) nicht das döfste aller Konzepte ist. Kann man ja auch auf demokratisch-rechtsstaatliche Weise gestalten.

Am liebsten so wie die 'Conne-Cops' vom 'Polizeipfosten Connewitz' auf Twitter. Waidmanns Heil!

 

Markus Walther, CDU

Der Polizeiposten in Connewitz ist nicht dort, weil die Anwohner ein Recht auf mehr Sicherheit hätten, sondern weil sie das Recht auf gleiche Sicherheit wie ganz Leipzig haben. Wir können doch nicht die Augen davor verschließen, dass es in Connewitz eine beschauliche Menschengruppe gibt, die sich um die Rechtsordnung und die Rechtsgüter der Mitmenschen einen feuchten Dreck schert. Um das zu sehen, muss man nur an einem beliebigen Tag die Meldungen aus dem Leipziger Süden durchsehen. Da gelten dann Farbbomben und Graffiti als das „Aushandeln von Grenzen“ oder das „Schaffen von Freiräumen“. Und dabei wird öffentliches und privates Gut in bedrohlicher Größenordnung beschädigt und zerstört.

In Connewitz gibt es sehr viele, die den Polizeistützpunkt begrüßen und sich dort für die Präsenz der Polizisten bedanken. Wir können ja nicht unter den Tisch kehren, warum der Stützpunkt dort eingerichtet wurde. Das dortige Bürgeramt wurde jahrelang schikaniert, Scheiben eingeworfen und zu guter Letzt mit Teerbomben verwüstet. So etwas für die Zukunft zu unterbinden, ist ganz sicher kein „Polizeistaat“. Das ist schlicht Rechtsstaat, wonach im Übrigen Menschen in weniger freien Ländern lechzen. Und wie der „Polizeistaat“ in Connewitz mit einem zugegeben recht bescheidenen Polizeiposten Einzug halten soll, will mir nicht in den Kopf.

Connewitz hat eine sehr durchmischte Bevölkerungsstruktur. Kinder, Jugendliche und Alte, Arbeitnehmer und Unternehmer, Mieter und Eigentümer, alle wollen im „bunten" Stadtteil ungestört leben und genießen. Ein selbstherrliches "Aushandeln von Grenzen“ darf es auch in Connewitz nicht geben. Die allgemeingültigen Grundsätze unserer demokratischen Gesellschaft gelten nun einmal auch im Leipziger Süden.

 

Jürgen Kasek, Die Grünen

1. Connewitz ist kein Kriminalitätsschwerpunkt: Sagt die leitende Polizeistelle, sagt die polizeiliche Kriminalstatistik, sagt die Bevölkerungsumfrage zur Sicherheit. Richtig ist aber auch, es gibt zum Teil überdurchschnittlich viele Sachbeschädigungen als auch Fahrraddiebstähle.

2. Insbesondere CDU und SPD war das bei der Eröffnung komplett egal und es wurde von rechtsfreien Räumen geschwafelt, die es nicht zu dulden gelte. Dass dies mit der Realität nicht so schrecklich viel zu tun hat - geschenkt. Stimmung machen, Ängste schüren, Bevölkerungsgruppen stigmatisieren ist das beliebte Schema, das allen "Law and Order" Freunden einfällt. Von CDU und FDP, über die SPD bis hin zur LINKEN. Letztere sahen sich genötigt, sich von der eigenen Politikerin zu distanzieren. Protest gab es nur spärlich. Immerhin macht sich die Initiative "Für das Politische" gerade um den Stadtteil verdient und diskutiert die Problematik offensiv. Gut so.

3. Die Polizeireform 2020, ein Lob an die unsägliche Landesregierung, hat Reviere in Größenordnung verschwinden lassen und Fehlstellen geschaffen. Viele Polizisten beklagen sich über Überforderung, Einsatzzeiten sind episch lang und so weiter und so weiter. Laut Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Grünen gibt es übrigens keinen Polizeiposten in Connewitz. Ein solcher ist im Konzept nicht vorgesehen.

4. Das wird nachvollziehbar, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Stadt die Mietkosten für den Polizeiposten (ebenfalls Anfrage der Grünen) übernimmt. Eine genuine Landesaufgabe wird damit auf die ohnehin finanziell schon klamme Stadt übertragen.

5. Der Posten hat auch nicht zu einem Mehr an Sicherheit geführt, sondern das Gegenteil bewirkt. Zur Absicherung wurden Kräfte der Bereitspolizei abgestellt, die in den Abendstunden, vielfach rechtswidrig, anlasslose Personenkontrollen vorgenommen und damit der Entfremdung zwischen Polizei und Einwohner Vorschub geleistet haben. Keine Kritik an der Polizei, sondern an der Politik, die dafür die Verantwortung trägt.

6. Was es bräuchte, wären überall gut ausgebildete und ausreichend bezahlte Polizisten, die ihrer Hauptaufgabe, Verbrechen zu bekämpfen, nachgehen können. Um Kriminalität wirksam zu begegnen wäre es darüber hinaus sinnvoll, sich auch mit den Ursachen selbiger auseinanderzusetzen.

7. Symbolpolitik ist aber natürlich einfacher. In dem Sinne: CDU, FDP, SPD - Nein, Danke.

Martins Fazit

Der Polizeiposten in Connewitz ist ein klassischer Fall von "alle haben Unrecht".

Natürlich ist es den Linken nicht recht, wenn ihr Stadtteil stigmatisiert wird. Aber die drei Polizisten, welche ihr Büro kaum verlassen können, sind eher keine Einschränkung der Freiheit. Wo kommen wir denn hin, wenn die Staatsmacht sich zurückzieht, nur weil ein paar Anwohner das wollen? Es fällt nicht schwer den (Gedanken-)Spieß umzudrehen und an "national befreite Zonen" zu denken. Das kann niemand wollen.

Law&Order Symbolpolitik hilft aber niemandem. Das für Connewitz zuständige Polizeirevier ist gerade mal 1000 Meter entfernt. Das ist deutlich näher als in vielen anderen Stadtteilen. Auch jetzt kommen die Beamten von dort. Für die Bewohner hat sich also nicht viel verändert. Für den Steuerzahler schon. Ich fühle mich regelrecht verarscht, wenn der Innenminister die Kosten für den Posten mit Reinigung und Büroausstattung angibt (Miete zahlt die Stadt) und dabei die horrenden Kosten für den Dauereinsatz von zwei Wagen der Bereitschaftspolizei einfach außen vor lässt.

 

Über den Autor:

Martin hatte bis zum April diesen Jahres auch ein Polizeirevier bei sich um die Ecke. Jetzt ist das zuständige Revier am Leuschner Platz. Begeistert ist er davon nicht.

Kommentare

Hyp Nos kommentierte auf Facebook

"Hat der Süden von Leipzig mehr Recht auf Sicherheit?" Mit Verlaub, aber stellt ihr euch mit Absicht so doof...

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Maren Müller kommentierte auf Facebook

Das H hat im Wort Autorität genausowenig verloren wie verbrannte Steuergelder in Connewitz, Herr Hobusch.

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Nutzerbild von Prosit!Prosit! kommentierte

Auweia...

Korrekte Rechtschreibung ist bei diesem Artikel eh irgendwie nicht angesagt....

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Zenk Starr kommentierte auf Facebook

Doof stellt sich hier nur Derjenige, der der Meinung ist, Aktionismus brächte mehr Sicherheit. Aber der gemeine rechtskonservative Mitbürger ist ja sowieso dafür bekannt, die einfachen Lösungen und Begründungen zu bevorzugen.

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Michael Creutzer kommentierte auf Facebook

shoot! jetzt bin ich privilegiert weil ich so einen ...posten vor der nase habe? nehmt ihn bitte nach schleußig, gohlis oder sonstwohin. @martin meißner: mal abgesehen von dem dummquatsch, den einige 'volksvertreter' hier von sich geben dürfen - gibt's nicht intelligentere fragestellungen, wichtigere themen als ewig auf dem thema rumzureiten? wenn das so oberflächlich bleibt, bin ich als leser weg. höhepunkt ihr fazit: keine meinung zu nix.

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Nutzerbild von Meißner MartinMartin Meißner kommentierte

Nur weil die Meinung nicht gefällt?

Ich bin der Meinung, dass beide Seiten im Unrecht sind. Der Polizeiposten ist sinnlose Geldverschwendung, um den Wählern zu zeigen "das in Connewitz aufgeräumt wird". Die anderen machen sich ins Hemd, nur weil 3 Beamten der Hintern einschläft. Much ado about nothing.

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Nutzerbild von Prosit!Prosit! kommentierte

Nur...

...bezahle ich als Steuerzahler diese drei Är.... ääääh Beamte!

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Nutzerbild von Meißner MartinMartin Meißner kommentierte

Damit kommen wir der Problematik näher

Die Personaldecke ist dünn. Und die 3 Mann die dort abhängen, fehlen zusätzlich. Totale Resourcenverschwendung. Die am häufigsten geäußerte Kritik ist aber ACAB und deshalb nicht sonderlich konstruktiv.

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Nutzerbild von Michael CreutzerMichael Creutzer kommentierte

Klarer Standpunkt mit (bestenfalls) Lösungsvorschlag

Na, Für Nichts und Gegen Alles kann ich oft genug in den Leitartikeln der LVZ lesen. Und zum Thema durften sich sich auch schon alle (seit längerem) ergebnislos auslassen. Insofern war die kritisierte Meinungslosigkeit nur noch das i-Tüpfelchen. Und die eigentliche Frage: Gibt's außer dem Sommerloch keine Themen?

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Angelika Kanitz kommentierte auf Facebook

Der Polizeiposten in Connewitz wurde auch bestimmt nur eingerichtet, um den Chaoten ihrerseits etwas zum Beobachten anzubieten. Bürger die kein Dreck am Stecken haben, freuen sich über den nette Polizisten von nebenan. Warum nur Connewitz priviligiert ist, vermute ich im Zuzug unseres lieben Oberbürgermeisters. Er hatte voraus geplant. Denn selbstverständlich steht jedem Stadtteil solch ein Polizeip+f+osten zu.

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Angelika Kanitz kommentierte auf Facebook

Nachtrag Ja, Connewitz hat diesen Polizeiposten verdient !! Gestern habe ich mich getraut, ich habe all meinen Mut zusammengenommen und bin am frühen Abend ans Connewitzer Kreuz gefahren, um mir selbst ein Bild zu machen von diesem kreativen Viertel mit extra Polizeiposten. Wer als Uneingeweihter dort hin kommt, an einem Sommerabend, um es zu wagen unbewaffnet die Wolfgang Heinze Str langzuschlendern, dem zolle ich Respekt. Ich kenne Connewitz, bin im Süden aufgewachsen, aber was mich dort erwartet hat, verschlug mir die Sprache. Ich parkte an einem verwüsteten Platz direkt am Kreuz, Zwischen Glasscherben und Müll. Jedes Stückchen Wand mit Graffiti besprüht. Plakate der Linken und Grünen schrien sich während des Wahlkampfes dort an. Automatisch schaute ich zweimal, ob mein Auto verschlossen war. Ging Richtung UT Connewitz diese Strasse entlang. Unaufgeräumt, schnuddelig, es riecht nach altem warmen Salpeter . Aus den alten vergammelten Häusern ohne Gardinen und dunklen Hausfluren mit einem Briefkasten mit unendlich vielen Namen, strömen junge Menschen, oft paarweise. Die Mädchen hübsch, die Jungs (Männer sieht man dort kaum ) pennerhaft angezogen, mit mindestens einer Bierflaschen in der Hand. Eine Kneipe an der anderen, dunkle Löcher, die nicht mal in der DDR eine Zukunft hätten. Vegane Wohnzimmer, heftig diskutierende Jünger der Gammligkeit, sitzen im Dreck der Strasse, gemeinsam mit Hunden und essen ihren veganen Burger im Strassenstaub, manchen wischen sich den Schmutz von den nackten Füssen. Automatisch zog ich die Schultern hoch, wich einem torkelnden Junkie aus und lief mutig Richtung eines frisch renovierten Hauses. Eine volle Ladung schwarzer Farbe hatte die neue Hazsfassade getroffen, diese moderne saubere Schönheit in all diesen verkommenen Gebäuden. Da war es, bestimmt das Herz Connewitzs ein Eckkiosk, an dem ich gegen Mitternacht nur noch mit geladener Waffe langspazieren würde. Meine Hand krampfte sich um den Autoschlüssel. Ich bewundert eine ältere Frau die ganz entspannt mit ihrem Hund Gassi lief. Ich verkniff mir die Frage, ob sie sich denn nicht fürchtete. Eine füllige berliner dickgeschminkte Blondine , diskutierte mit einer Kommilitoninin ? über einen sexy Dozenten. Der Park gegenüber des Kiosk war überfüllt mit biertrinkenden Jugendlichen, die an jedem Busch auf den Steinen sassen. Punks sitzen im anderen Park. Einfach gruselig, denke ich. So als Normala wirkt man hier wie ein Fremdkörper. Wenn man dazugehören will, muss man sich gepierct und tätowiert haben oder andere Auffälligkeiten, die einen auszeichnen nicht zum Rest der normalen Welt zu gehören. Ich hatte genug, lief zurück. In SanFrancisco habe ich mich in keinem Viertel so gefürchtet, Wer dort wohnt, für den sind diese Gestalten ganz normal, aber nicht mal zu DDR Zeiten war Connewitz so verkommen. Mit verkrampften Rücken geh ich zu Wagen zurück, schau ob alles noch dran ist. Da sehe ich ein Polizeiauto vorbeifahren. Jetzt fühle ich mich etwas wohler. Sicher, denke ich bei der Fahrt zurück, sind das alles nette Menschen, die auf alten StühlenTischen und Bänken, vor ruinenähnlichen Haüsern konsumieren, was auch immer. Hin und wieder, ist auch ein richtiger Sachse dabei. Bestimmt ist es eine eigene Welt, in der die Antifa Chefs Helden sind. Dennoch bin ich froh, als ich keinen Radfahrer überfahren hatte und an meinem ehemaligen Haus in der Kurt Eisner Str. vorbeifuhr,das neu hergerichtet und schon mit Graffiti überzogen, auf Mieter wartet. Niemals, niemals hätte ich gedacht, dass es in Grünau ruhiger, grüner, sauberer war als in dem geliebten Süden meiner Stadt.

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Nutzerbild von Heinz aus BornaHeinz aus Borna kommentierte

Sei nicht traurig..

ich denke, Du bist in Grünau wahrhaftig sehr viel besser aufgehoben! Und ja, zu DDR Zeiten war wirklich so vieles besser.. wenn man nur mitgemacht hat!

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Nutzerbild von No use for a NameNo use for a Name kommentierte

Reinste Satire

Wir lassen bei dieser angsteinflössenden Schilderung mal weg, dass im benannten Stadtteil die Mieten in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind und eine Vielzahl an Stadthäusern, veganen und vegetarischen Restaurants und Einkaufsstädten von einem gewissen Wohlstand künden. Wir lassen außerdem außen vor, dass nach der vielzitierten polizeil. Kriminalstatistik in Connewitz kein akute Drogenproblematik herrscht. In Paunsdorf etwa sieht das ganz anders aus. Die zahlreichen Vereine und Initiativen und die auch zur Kommunalwahl hohe Wahlbeteiligung, passen bei der Schilderung oben auch nicht ins Bild. Das es bei der Antifa keine Chefs gibt, sei der Vollständigkeitshalber erwähnt und das es kaum noch unsanierten Altbau gibt im Gegensatz etwa zum Leipziger Osten, Westen und Norden gibt, fällt kaum noch auf. Ehrlich Frau Kanitz, dass Sie die bei der NPD mitlaufen sich unter Connewitzer Akademikern und Lebenskünstlern nicht wohlfühlen und von jungen Kreativen angeekelt sind verwundert nicht wirklich. Ziehen Sie doch weg aus Leipzig.

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Nutzerbild von dresdres kommentierte

antifa chefs

frau nagel ist der vorsitz der antifa und das nest ist...in connwitz. herr jung ist dort wohnhaft .also werden hoffentlich die mieten steigen und das prollklientel bald verschwinden.ist noch sanierungsgebiet.

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Nutzerbild von NebroNebro kommentierte

Connewitzer Akademiker ?

Sollen doch erst einmal dort weg ziehen, dass alles menschenwürdig saniert wird. Wenn angehende Akademiker in Connewitz wohnen, weil es hipp ist, ist das ok. Aber wenn sie nach dem Studium in ihre angestammten Häuser zurück ziehn, rufen die zuerst nach der Polizei, wenn ein "Alternativer " ihr schönes Heim verunziert. Zurück bleiben Punks und Prolls und Dreck. Wie naiv ist es denn zu glauben, dass ein vernüftiger Mensch dort freiwillig wohnen will. Ausser er ist HarztIV Empfänger oder wirklich ein armer Künstler.

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Wolfgang Wischer kommentierte auf Facebook

Eine sehr treffende Standortbeobachtung von Frau Kanitz.

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Angelika Kanitz kommentierte auf Facebook

Danke Herr Wischer, seit drei Stunden bekomme ich Mails von gefühlt Hunderten von entrüsteten Connewitzern. warum auch immer. Als wenn ich diesen "Reisebericht" in der BILD veröffentlicht hätte und dies Touristen abhalten würde Connewitz einen Besuch abzustatten. Irgendwie bellen da getroffene Hunde :P

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Wolfgang Wischer kommentierte auf Facebook

Unser OBM zieht ja wohl erst im August nach Connewitz. Da kann er dann gleich für ein besseres Straßen-Erscheinungsbild sorgen. Die Sache mit den Graffiti ist ja echt schlimm in Connewitz. Ob denn die vielen Hunde in Connewitz alle ordnungsgemäß versteuert sind? Man sieht das ja leicht an den Hundesteuermarken.

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Angelika Kanitz kommentierte auf Facebook

Leider vergass ich bei meinem pro Polizeiposten zu erwähnen, dass natürlich die Polizei dies alles schon wusste, Deshalb lade ich Interessenten ein, einem Kenner der Szene um die Wolfgang Heinze zu folgen und den Blick nicht in den Staub, sondern in die Höhe zu richten. Auf die putzigen kleinen Kameras in denen das Leben der Akademiker Künstler und jungen Kreativen täglich in Bilder wird. http://www.gruene-leipzig.de/startseite/artikel-ansicht/article/kameras_zu_nistkaesten_ueberwachungskritischer_spaziergang/

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Mathias Gliesche kommentierte auf Facebook

Ich lache immer noch über diesen Bericht^^ kommen Sie mal mit Ihrem Leben klar, anstatt anderen hinterher zu schnüffeln! XD Ihnen muss es doch nicht gefallen sondern denen die hier Leben! Als ob Graffitis das schlimmste auf der Welt sind.^^ Und Ihre Gewaltphantasien sind auch einfach nur lächerlich, ziehen Sie doch nach Texas da dürfen Sie rumballern wie Sie wollen! Hier bleibt es jedenfalls lebendig und Waffen brauchen wir auch keine! Und lassen Sie doch die Menschen Ihr Essen genießen wie Sie wollen, dass geht Sie ebenfalls nichts an! Ich wohne gleich um die Ecke in einem sehr ordentlichen Haus Ihre Verallgemeinerungen und Pauschalisierungen sind einfach peinlich und entsprechen nicht der Realität! Klar gibt es die eine oder andere Schmuddelecke, aber was solls sterben tut da keiner dran. Mal locker bleiben!

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Mathias Gliesche kommentierte auf Facebook

Und lassen Sie doch die Jugendlichen Ihr Bier im Park trinken! Dafür verdummen die nicht vor der Glotze! @Kanitz Wenn Sie Müll schreiben müssen Sie halt mit Gegenreaktionen rechnen! Das ist nur berechtigt und hat nichts mit getroffenen Hunden zu tun!

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Angelika Kanitz kommentierte auf Facebook

Sie werden wohl nem alten Revoluzer nicht sagen was er zu machen hat. Ich habe schon Wodka aus Flaschen gesoffen und ein System mitgestürzt, da sind Ihre Eltern noch der DDR Flagge hinterhergelatscht, falls Sie überhaupt aus dem Osten kommen. Nach meiner Lebensgeschichte, kann ich schreiben und meinen, was ich will. Denken Sie wirklich, ich mache mir was aus solcherlei Attacken ? Sie werden doch nem Knacki nicht erzählen, was er für "Phantasien "haben kann, wenn es den welche sind :P Ihre dummen Sprüche gehen mir schon lange auf den Geist, reihen Sie sich in die Schar derer ein, denen meine Meinung nicht passt. Darauf trinke mal 100 Gamm. Anfänger !

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Mathias Gliesche kommentierte auf Facebook

Ich denke Sie trinken generell zu viel, aber schaden kann es ja nicht mehr wie man an Ihren Kommentaren unschwer erkennen kann! XD

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Argus Klemperer kommentierte auf Facebook

weltnest hat die unschuld verloren. deutschland verrecke oder wie sagt die antifa ?

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Argus Klemperer kommentierte auf Facebook

polizeiposten erwünscht

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