| André Herrmann

Tatort, Tram & Tapir: Die Top 10 Gründe, nicht nach Leipzig zu ziehen

Es ist komisch. Wo man bis vor kurzem den Leipzig-Hype noch mit einer gesunden Portion Argwohn betrachtete, ist heute alles anders. Fröhlich teilen wir schlecht recherchierte New-York-Times-Artikel und freuen uns über all das, was Leipzig angeblich so viel besser kann als Berlin. Dabei gibt es gute Gründe, nicht nach Leipzig zu ziehen. André weiß, welche das sind.

 

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da herrschte noch Pionierstimmung. Nicht nur, weil vor 75 Jahren noch DDR war, sondern auch ganz allgemein. Überall entstand etwas Neues, überall machte irgendjemand irgendetwas. Und plötzlich war Leipzig cool, sagten zumindest die Medien.
Dabei ist es ein ungeschriebenes Gesetz der Coolness, dass sie genau dort zum Mainstream wird und damit verschwindet, wo sie von der breiten Masse attestiert wird. Wenn eine Zeitung schreibt, dass etwas cool ist, dann wirkt es, als würde meine Mutter „cool“ sagen. Sofort zucke ich ein wenig zusammen und wünscht mir, dass es nur ein Versehen war.

Doch weit gefehlt: Leipzig cool zu finden, gehört längst zum guten Medienton. Vergessen all der gesunde Argwohn, der bis vor kurzem noch die plötzliche Beliebtheit umspielte.
Am schlimmsten aber wir es dort, wo es in Top-Listen endet. So etwas mag vielleicht bei Buzzfeed ganz erfolgreich sein, allerdings wird auch niemand Buzzfeed jemals für ein seriöses Medium halten wollen.
Da muss ich dagegen halten. Deshalb hier, die Top 10 der Gründe, nicht nach Leipzig zu ziehen:

 

1. Der Tatort kommt jetzt aus Dresden

Haha, wen interessiert’s?

 

2. Ruinierte Mietgewohnheiten

Ich glaube, ich werde nur schwerlich noch einmal außerhalb Leipzigs wohnen können, ohne mir fortwährend die westsächsischen Verhältnisse zurückzuwünschen. Kein Stuck, keine 3,50m hohen Decken, kein Parkett? Eine Schande! Ich dachte, das hier wäre das ach so großartige München! Und überhaupt: Für eine zentrumsnahe 50qm-Altbauwohnung mehr als 250 Euro warm zahlen? Seid ihr verrückt?! 

 

3. Kleinstadt in den Köpfen

Man muss kein regelmäßiger Leser der Kommentare auf LVZ-Online sein, um zu wissen, wie ein Großteil der LeipzigerInnen heimlich tickt. Zwar tut sich Leipzig recht oft in puncto Antirassismus etc. hervor, aber trotzdem: Man denke da nur an die schrecklichen Debatten zum Thema Minimoschee, Flüchtlingsunterbringung oder Connewitz und schon weiß man, woher die 10,6% Wählerzuspruch für AfD und NPD bei der Landtagswahl kamen.

 

4. Halle ist auch schön

Meinetwegen, aber wir wollen mal nicht gleich übertreiben.

 

5. Zoologische Doppelmoral

Nicht erst seit „Elefant, Tiger & Co.“ ist Leipzigs Zoo auch über die Grenzens Delitzschs hinaus zur Marke geworden. Den endgültigen Durchbruch, das heißt eine Erwähnung in der New York Times, wäre zweifelsohne ein Tapierbaby mit originellem Namen.
Ja, ein Tapir namens Mirko zum Beispiel. Das wäre mal ein Grund, nach Leipzig zu ziehen.
Doch dazu wird es nicht kommen. Einen Namen, der seiner südostasiatischen Heimat gerecht wird, soll das jüngst geborene Tapirjunge bekommen. Lama Horst und Alpaka Harry schütteln die Köpfe bei so viel Doppelmoral. 

 

6. Inland-Erasmus

Die Uni ist voll. Schon jetzt bewerben sich jährlich 80 Millionen StudentInnen, weil sie glauben, Leipzig wäre das Ibiza Ostdeutschlands. Wer aber schon einmal versucht hat, Dienstagmorgen um 3 Uhr noch irgendwo auf der Karli ein Bier zu bekommen und dann doch an der Tankstelle beim Völkerschlachtdenkmal geendet ist, der wird vermutlich lieber im uncoolen Berlin bleiben, wo man immerhin zu jeder Tageszeit einen Döner erstehen kann.

 

7. Ostalgische Fortbewegung

Wenn man Leipzig noch nie verlassen hat, dann mag man die steinzeitartigen Straßenbahnen ja noch irgendwie romantisch finden. Wenn man allerdings schon einmal die kostenlosen USB-Anschlüsse in den Bussen in Istanbul oder das kostenlose Wlan in Kopenhagen benutzt hat, dann fragt man sich ganz automatisch, wo Vintage aufhört und Mittelalter beginnt.

 

8. Okay, Stuttgart hat aber auch richtig fetzige Ecken

Fetzig, genau.

 

9. Den Fußballhass lebendig halten

Wer RB Leipzig hasst und an all seinen hanebüchenen Argumenten festhalten will, der sollte auf jeden Fall einen großen Bogen um die Heldenstadt machen. Ansonsten könnte es leicht passieren, dass man mit ansehen muss, wie Leute freiwillig in die RB Arena und gehen und dort tatsächlich für einen „Verein“ fiebern, der die Tradition des geliebten SC Hintertupfingen 1854 mit Hufen tritt.

 

10. Alles Quatsch

Mal ehrlich: Das Einzige, was ich wirklich komisch finde, ist dieses neu erwachsene Selbstbewusstsein der Stadt. Plötzlich weiß man, das man cool ist und ist sich auch nicht mehr zu schade, das allen zu zeigen.
Dabei war das Understatement viel sympathischer. Ich brauche kein Leipzig, das sich freimütig als das bessere Berlin bezeichnet und das nicht einmal ironisch meint. Dann lieber richtig auf die Kacke hauen, sich „The bigger Apple“ nennen und gemeinsam mit New York über den Witz lachen.

Alles andere wäre auch ein wenig schade.

Über den Autor:

André ist sich sicher, dass die Aufkleber mit dem Slogan „The bigger Apple“ garantiert auch schon in irgendeiner Agenturschublade liegen.

Kommentare

Detlef M. Plaisier kommentierte auf Facebook

Ein komplett inhaltsleerer Artikel, der nicht mal witzig ist!

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kommentierte auf Facebook

Ich hab dich auch vermisst, Detlef.

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Remmi Demmi kommentierte auf Facebook

Ich find's gut!

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Nutzerbild von Heinz aus BornaHeinz aus Borna kommentierte

@ Nr. 6

Bis vor 37,5 Jahren war es noch möglich! Doch leider ist mit dem Werk III, die letzte 23 Stunden Bierbar einer hippen Kneipe gewichen!

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Nutzerbild von FusselFussel kommentierte

Unfug!

son quatsch! es gibt doch noch den optiker!

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Asmussen Bea kommentierte auf Facebook

Tz....

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Daniel Haase kommentierte auf Facebook

Früher dachte ich Weltnest ist Cool, aber irgendwie kommt nur noch viel Text ohne Inhalt.

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Asmussen Bea kommentierte auf Facebook

Zu viel Freizeit

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Natascha Dobos kommentierte auf Facebook

Wieso schlecht recherchiert? Für Amis fand ich den Artikel gut.

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Christian Glöckner kommentierte auf Facebook

Geil die Kommentare sind besser als beim Postillion ;) wie lange schreibt andre seinen Wochenrückblick? Fehlt nur noch einer der damit droht die Seite zu entliken

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Daniel Große kommentierte auf Facebook

Euern Troll in den Kommentaren werdet Ihr aber auch nicht los, oder? Ein Glück hab ich den hier blockiert. Ich seh ihn trotzdem in Eurem Blog. Grund 11, nicht nach Leipzig zu ziehen.

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Nutzerbild von Lindenau!!!Lindenau!!! kommentierte

Stimmt doch gar nicht!

In Lindenau gibts immerhin noch die Blaue Perle, geöffnet von 6:00 bis 5:00. Wenn man nicht die richtigen Ecken kennt, sollte man die Füße über solche Behauptungen still halten ... und der "Optiker" am Bahnhof hat, glaube ich, auch 23 Stunden offen. Naja, aber über meine schöne Heimatstadt aufregen ... ts ...

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Nutzerbild von kommentierte

karli!!!

Auf der Karli. Da stand auf der Karli. Aber über meinen schönen Heimatblog aufregen... ts...

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Nutzerbild von IvanIvan kommentierte

Die richtigen Ecken???

"Wenn man nicht die richtigen Ecken kennt..."? Hier in Berlin brauchst Du keine Ecke kennen, um 24/7 zu bekommen, was Du möchtest. Übrigens, "Ecke" ist eine gute Beschreibung für das Elendsgebiet Lindenau. Immerhin kann man dort aber 24/7 Flaschen sammeln gehen.

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Nutzerbild von Heinz aus BornaHeinz aus Borna kommentierte

Lesen !!!

Ha, bei mir zu Hause gibts 24/7 Bier und Bemme..

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Nutzerbild von DanielDaniel kommentierte

Blaue Perle

Also ohne scheiß, bin zum Mersefest an der "Blauen Perle" vorbeigelaufen. Da wird einem von außen schon schlecht und ich bin echt nicht sehr empfindlich. Auch "Am Kanal" Ecke Gießerstr / Engertstr. muss man kein Wort verlieren, auch wenn es dort 24 Stunden warme Küche gibt. Danke, dann lieber Tanke.

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Ali Baba kommentierte auf Facebook

In Lindenau gibts immerhin noch die Blaue Perle, geöffnet von 6:00 bis 5:00. Da gibts Bier und Bockwurscht die ganze Nacht! Wenn man nicht die richtigen Ecken kennt, sollte man die Füße über solche Behauptungen still halten ... und der "Optiker" am Bahnhof hat, glaube ich, auch 23 Stunden offen. Naja, aber über meine schöne Heimatstadt aufregen ... ts ...

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Nutzerbild von IvanIvan kommentierte

"Die richtigen Ecken"?

"Wenn man nicht die richtigen Ecken kennt..."? Hier in Berlin brauchst Du keine Ecke kennen, um 24/7 zu bekommen, was Du möchtest. Übrigens, "Ecke" ist eine gute Beschreibung für das Elendsgebiet Lindenau. Immerhin kann man dort aber 24/7 Flaschen sammeln gehen.

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Nutzerbild von Hans-PeterHans-Peter kommentierte

Oh jeah der Optiker.

Für alle die schon immer mal zusammen mit LOK-Hools, inklusive Reichsadler und Hakenkreuz auf dem Hinterkopf, und einem kräftigen "Sieg Heil" auf ihr Bier anstoßen wollten.

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Maren Müller kommentierte auf Facebook

Der erste Lächler des Tages. Danke, Andre'.

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Peter Panter kommentierte auf Facebook

die heypzig kritik find ich berechtigt - aber vlt sollte andre lieber wieder da hingehen wo er herkommt, was nicht der Journalismus ist ;)

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Marcel Wer kommentierte auf Facebook

Andre´ hat es einfach nicht drauf... wie traurig das "Weltnest" so einen Artikel auch noch veröffentlicht und damit zulässt das "Andre´" einen Großteil der Leipziger als Neonazis hinstellen darf!

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Daniel Lange kommentierte auf Facebook

Eine Aussage ist äußerst Interessant ... "Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da herrschte noch Pionierstimmung. Nicht nur, weil vor 75 Jahren noch DDR war, sondern auch ganz allgemein. Überall entstand etwas Neues, überall machte irgendjemand irgendetwas." 1. Es gab keine DDR, 2. irgendjemand ("der Deutsche") machte irgendwas ("Polen überfallen"), 3. es entstand etwas Neues, ja richtig Berge von Schutt .... Und Warum? Weil es das Jahr 1939 war und es weder BRD noch DDR gab, sondern das Deutsche Reich ... Wenn es an solchen simplen Rückrechnung der Zeit und die damit verbundenen historischen Ereignissen schon scheitert, kann der Rest des Artikels ja nur Stumpf sein.

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Judith van Waterkant kommentierte auf Facebook

Was ist mit der Odermannstraße? Ein weiterer Geheimtipp aus dem Lonely Planet Leipzig fällt weg...

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Sascha Eis kommentierte auf Facebook

also interessant oder witzig fand ich das überhaupt nicht.

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Anneke Bird kommentierte auf Facebook

hihi, ich fand den Artikel zum Großteil unterschreibenswert und auch ganz amüsant. Wohne seit 2 Jahren hier, davor wohnhaft in diversen anderen Groß- und Kleinstädte.... leider reagiert "der Leipziger" auf Artikel dieser Art immer etwas....konstaniert. Schade ;-) Mein Fazit: Selbst kreativ werden und sich "seine" Stadt Leipzig, wie man es sich Wünschen würde, miterschaffen.

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Nutzerbild von Heinz aus BornaHeinz aus Borna kommentierte

...

Klingt nach typischer Generation Y manier.. bitte nicht noch mehr Leute hier, die sich "ihre" Stadt gestalten wollen.. haben schon genug "Individualisten" hier auf ihren Rennrädern! Viele Köche verderben den Brei!

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Ivan Johannes kommentierte auf Facebook

Witzig! :-)

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Lukas Hösch kommentierte auf Facebook

Nobel geht die Welt zugrunde.

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Nutzerbild von mc.arcomc.arco kommentierte

gääähn....

...schon wieder so ein Langweiler... Da der Schreiber ja schon vor 75 Jahren nach LE gekommen ist, ist das sicher bald zu Ende. Bei einer Lebenserwartung von knapp über 75 treten Männer in der Regel ab. Bald ist`s dann auch für unseren Schreiberling so weit. Schreib noch mal schnell über`n Südfriedhof, kannst ja schon mal gucken gehen... ...Danke

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Ingolf Jahn kommentierte auf Facebook

Man kann gute Artikel schreiben,mit Sinn und vielleicht ein wenig Humor,oder halt so etwas.

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Nils Mammen kommentierte auf Facebook

ich fand's auch witzig und absolut treffend...was soll man denn sonst zu diesem hypezig-mist schreiben...leipzig ist leipzig und berlin ist was ganz anderes und vor allem nur ein riesen moloch!

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Nutzerbild von MuslimfroindMuslimfroind kommentierte

Auweia...

... ich habe es nicht anders erwartet. Doofe Sprüche gegen AfD, für eine Moschee und für den kapitalistischen Retortenclub RB durften ja nicht fehlen. Alex, Dein Horizont ist wirklich sehr beschränkt. Dein Muslimfroind

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Nutzerbild von MuslimfroindMuslimfroind kommentierte

Achso....

.... ob nun Alex oder André... Spielt bei soviel Toleranz eh keine Rolle!

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Nutzerbild von ToleranzfroindToleranzfroind kommentierte

Auweia #Nr2

Gut, dass du deinen Kommentar mit "Auweia" betitelt hast. Das fast diesen sehr treffend zusammen.

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Nutzerbild von DAFDAF kommentierte

...

Gott sei Dank zeigen Deine Rechtschreibkenntnisse das wirkliche Bild von Intellekt... Auweia!

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Dolce Amaro kommentierte auf Facebook

Pleißenburg... Bis fünf Uhr Bier und warme(!) Küche, verschiedene Pubs bis drei Uhr Bier,... Leipzig ist schick und noch (!) bezahlbar. Ich finde, Andrè hat ganz schlecht recherchiert. ...um nur ein paar Punkte anzusprechen, die mir stinken, weil sie einfach NICHT stimmen.

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Nutzerbild von Der Geo-GrafikerDer Geo-Grafiker kommentierte

Geographie der Karl-Loveknecht-Straße

Du fasst die geographische Angabe "[...] auf der Karli[...]" anscheinend sehr weit. Die Umgebung der Ratsfreischulstraße wird von uns Leipzigern in der Regel als "Leipzig Mitte" oder "Zentrum" umschrieben. Da siehst du Studenten nur auf den Weg in/aus der Mensa bzw. um die "schönen" Brühlarkaden zu begehen.

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Nutzerbild von kommentierte

Interessant...

ist doch, dass 90% einfach den Witz nicht verstanden haben. Stattdessen denken alle, wir haben es hier tatsächlich mit einem Leipzig-Hasser zu tun. Hypezig nervt, das Understatement war top. Nun auf allen Blogs, Zeitungen, Fb-Seiten....überall wird Leipzig übertrieben hochgelobt. Ich fühl mich mittlerweile in der Karli nicht mehr wohl, weil ich gar nicht weiß, wohin ich mich setzen soll, bei so vielen Clubmate-trinkenden "Neu-Leipzigern" die am Bürgeramt ihre Süßkartoffelpommes futtern. Im Zug muss man sich von "Kennern" aus Köln anhören, welche Ecken wir "cool" sind und was "gar nicht geht". Am Ende haben diese Leute all ihr Wissen von besagten "Must-see"-Lists...ätzend.

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Nutzerbild von sfnsfn kommentierte

Danke.

Bin einer von diesen Zugezogenen, die in Leipzig immer noch beargwöhnt werden - Grund Nr. 12 übrigens. ("Zugezogen" ist eigentlich typische Wortwahl in bayrischen Voralpendörfern...). Ich kenne noch die Post-Clemens-Meyer-Zeit Ende der 1990er, bevor die mentale Angleichung an miefdeutsche Provinzialität hier begann (taxiere ich mal so ab 2002, im Umfeld der Olympiabewerbung) Dieses kastanienalleemäßige Getue auf der KarLi und auf der KarHei (*g*) hat das Provinzielle von Umlandbewohnern, die ihre Provinzmetropole hypen... Sachsenbrücke, ach ja... Feuerspucker und Gitarrenmusik sind wirklich schön, aber man muss sich nicht auf Weltstadt fühlen. So gemütlich ist es da auf der Brücke auch nun wieder nicht. Ich trauere den Ostrelikten nach, denn sie waren einzigartig prägend. Man hätte hier einen eigenen Stil entwickeln können, der nicht gleich retro daherkommt. Die Chance ist vertan, man imitiert Prenzlbergkreuzkölln. Nein, Friedrichshain wird das hier auch nicht. Man landet nämlich woandershin, nämlich: Leipzig wird kein Berlin, sondern ein Stuttgart.

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Drei Schwarzer Brummschädel kommentierte

Ganz bestimmt...

..wird Leipzig weder Stuttgart noch Berlin. Ich als geborene Leipzigerin finde diese utopische Vorstellung mehr als beleidigend.

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Nutzerbild von FrankFrank kommentierte

ein schönes Dorf

Schade, sehr einseitig beleuchtet die Geschichte...ich stelle fesst, es gefällt dir nicht in Leipzig. Ich bin Leipziger und seit 30 Jahren und bin daher ein bisschen voreingenommen...(denk ich) Leipzig ist eins der schönsten Dörfer der Welt; -) weder so groß wie Berlin noch so modern geschweige denn schmutzig und so großen Migranten zuwachs. De Leipziger vergleicht sich mit keiner stadt weil er sich im klaren ist, dass Leipzig nicht mit Berlin, Hamburg oder München konkurrieren kann/muss! Der Leipziger will kei "Hypzig" oder ein "Besserberlin". Geteu dem Motto "hier bin ich Mensch hier darf ich sein" kommen Sintflut artig hipster und nerds aus ganz Deutschland und versuchen genau dass aus leipzig zu machen. Was mich am meisten stört ist, dass der Dialekt aussterben wird...kaum ein leipziger sächselt noch! Wo sind die ronnys und Peggys?? Nur noch torben, malte und sören typen springen hier rum... das was Leipzig ausmacht ist weniger due geografische Lage in Deutschland noch die hervorragende Lebensbedingungen, nein es ist der Leipziger!! Dieser sympathische Menschenschlag macht das Lebensgefühl Leipzig aus!!! Aber durch den demografischen Wandel wird Leipzig früher oder später gensu si nr Drecksstadt wie Berlin! !! Schönen Abend noch...

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Nutzerbild von sfnsfn kommentierte

Dieser sympathische Menschenschlag...

...hat was gegen Migranten und gegen neue Vornamen. Mit Verlaub, diese Ronnys und Peggys waren schon eine ziemlich eigenartige Variante von Amerikabegeisterung... Derzeit wird übrigens das schönste Dorf der Welt von älteren Mitgliedern des sympathischen Menschenschlags verkehrspolitisch ruiniert, um mit ihren Westautos(???) dann über die Sachsenbrücke brettern zu können und diese hippen Feuerspucker zu vertreiben...

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Nutzerbild von KnutKnut kommentierte

und sonst so?... --kwt

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Nutzerbild von LeipzigerinLeipzigerin kommentierte

Ostalgische Fortbewegung?

Aber immerhin Fortbewegung ... wenn Istanbul in Bussen USB-Anschlüsse installiert, dann gibt es offensichtlich keine anderen Probleme mehr in der Türkei. Oh Mann ... du solltest dringend deine Prioritäten überprüfen.

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Nutzerbild von Barbara SchmidtBarbara Schmidt kommentierte

München

Leipzig - Berlin...kommt mal nach München, für 20qm 400€, NR und Wo- chenendheimfahrer gewünscht...Höchste Geburtenrate, absolute Steigerung Messestadt West---> GHETTO! Gähn-Kultur, bieder und langweilig,trotzdem hält man sich für den Nabel der Welt.www.Barbara-Schmidt.com

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