| Marcus Mötz

Kunst & Kreation in Leipzig: Vom Atelier in die Galerie

Leipzigs Kunstszene wird in erster Linie mit der Leipziger Schule und der HGB in Verbindung gebracht. Dabei hat die Stadt noch so viel mehr zu bieten. Zum Beispiel Elisabeth Wolf alias lagqaffe. Marcus hat die junge Künstlerin vier Wochen lang auf ihrem Weg vom Atelier bis in die Galerie begleitet.

Am Anfang war das Sprühen. Eine Schablone und eine Dose Aerosol-Lack. Fertig war nicht nur das Kunstwerk, sondern auch das Pseudonym: lagqaffe. Inzwischen steht bei der Autodidaktin, die eigentlich Bauingenieurwesen studiert hat, die Malerei im Fokus. Das Pseudonym aber ist geblieben. Und von ihren Gemälden konnte ich mir buchstäblich ein Bild machen. Vier Wochen lang habe ich die 28-Jährige begleitet. Ob in ihrem Büro in der Spinnerei, ihrem Atelier in der Galerie Atelier Nord, beim Drucken in der Offenen Siebdruckwerkstatt OffenSiWe oder bei ihrer Vernissage vor wenigen Tagen.

Neben den Einblicken in Elisabeths Vorbereitungen auf den großen Tag, kommt auch Galerist und Maler Michael Schreckenberger zu Wort. Im Gespräch mit ihm spüre ich förmlich, welche Magnetwirkung die Leipziger Schule in der bundesweiten oder gar internationalen Kunstszene hat. Und wie schwierig es gleichzeitig für Künstler außerhalb der HGB ist, aus dem Schatten der „Akademiker“ herauszutreten und auf sich aufmerksam zu machen. Eine Ausstellung in der Spinnerei scheint nahezu unmöglich. Doch das ist auch gar nicht Elisabeths Ambition. Folgerichtig ist ihre Ausstellung „Heimweh“ noch bis zum 21. November (Dienstag - Samstag von 12 bis 18 Uhr) in der Galerie Atelier Nord zu sehen.

Über den Autor:

Marcus hat beobachtet, wie Elisabeth am Abend der Vernissage gefragt wurde, ob sie an der HGB studiert hat. Als sie verneinte, war ihr Gegenüber regelrecht baff. - Tja, unterschätze nie eine Autodidaktin!

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