Wohnen in Leipzig: Friede den Brachen! Krieg den Stadthäusern!

Leipzig kommt. Was die Neunziger Jahre versprachen, wird endlich eingelöst. Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt und die müssen irgendwo wohnen. Leipzigs berühmt berüchtigter Wohnungsleerstand schmilzt ab und es werden immer mehr neue Mehrfamilienhäuser gebaut. Viele Anwohner reagieren übberrascht und frustriert, wenn sie erfahren, dass der kleine Park vor ihrem Fenster, einem Wohnhaus weichen muss.

In einer wachsenden Stadt müssen wir uns alle umgewöhnen und der Bebauungsplan lässt da auch keinen Spielraum. Was mich aber viel mehr interessieren würde: Warum werden noch immer Stadthäuser auf innenstadnahen Grundstücken errichtet?  Ist diese Platzverschwendung noch zeitgemäß?

 

Nils Oberstadt, CDU

Leipzig hat sich seit ein paar Jahren nun den Herausforderungen zu stellen, die sich wachsenden Städten stellen. Leipzig hat dabei einen entscheidenden Vorteil, es gab und gibt noch einen großen Anteil an leerstehenden Wohnungen, die sofort vermietbar oder nach einer Sanierung bezugsfertig sind. Das hat dazu beigetragen, dass in Leipzig der starke Zuzug nicht direkt zu spüren war und in einem großen Maße abgefedert werden konnte. Nun wird jedoch er in sehr beliebten Vierteln in Leipzig an steigenden Mieten deutlich.

Für einige werden nun auch die vielen Baulücken und innenstadtnahe Freiflächen für die Wohnbebauung interessant. Zum einen werden dort größere Häuser mit einzelnen Wohnungen gebaut, in Teilen entstehen jedoch auch kleinere Einfamilienhäuser auf diesen innenstadtnahen Flächen. Diese Durchmischung zwischen größerer Wohnbebauung und Einfamilienhäusern gefällt mir eigentlich sehr gut. So entsteht eine Durchmischung der Bevölkerung in einem Stadtteil. Vor allem werden Familien, die sich ein Eigenheim leisten wollen, nicht gezwungen an den Stadtrand zu ziehen, sondern können in ihrem angestammten Viertel bleiben. Vor allem innenstadtnahe Lagen sind in dieser Konkurrenz immer wieder umstritten. Doch auch hier bin ich der Meinung, dass man um in ein Eigenheim zu ziehen nicht gezwungen werden sollte an den Stadtrand zu ziehen. Viertel bleiben auf diese Weise durchmischter und belebter. Vor allem halte ich es in der Situation in Leipzig nicht für vertretbar, die konkrete Wohnbebauung auf eine Bebauungsart massiv einzuschränken. Es soll in der Hoheit derjenigen bleiben, die bestimmte Flächen entwickeln wollen. Einschränkungen auf eine Bebauungsart in bestimmten Lagen sollten meines Erachtens nur in Einzelfällen erfolgen.

 

Ute Elisabeth Gabelmann, Piraten

Zugegeben: ich hasse sie leidenschaftlich, diese Stadthäuser! Nicht nur, dass sie auf Grundstücken errichtet werden, wo früher wunderschöne Gründerzeithäuser standen, dass sie für eine Familie den Platz beanspruchen, den normalerweise zwölf Wohneinheiten benötigen, dass sie wertvollen Wohnraum für Garagenstellplätze verschenken – nein, sie sehen meist auch noch ästhetisch nicht anspruchsvoll aus und wenden ihre unschöne Seite hin zur Straße, wo es früher üblich war, gerade die Prachtseite eines Hauses nach außen zu wenden.

Da ich mich in der vergangenen Zeiten mehr als einmal über diese Monströsitäten ausgelassen habe, hat man mir mehrfach auch von Seiten der Stadtverwaltung versichert, dass diese Bauten nun auch nicht mehr üblich seien. Wenngleich ich dem Frieden noch nicht traue und mir demzufolge bestimmt in den nächsten Wochen dazu mal eine Verwaltungsvorschrift oder auch einen Bebauungsplan zeigen lassen werde, bin ich doch zuversichtlich, dass mir in diesem wichtigen Punkt doch nicht wieder die Hucke vollgelogen wurde.

Vielleicht gelingt es uns ja in den nächsten Jahren, einige dieser sogenannten Stadthäuser auch wieder loszuwerden. Man könnte dann etwas wirklich Schönes dorthin bauen. Gemütliche einladende Wohnungen für Normalverdiener zum Beispiel. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

 

Lorenz Bücklein, Die Grünen

Die Frage beinhaltet eigentlich zwei Aspekte: eine „Stadt für Alle“ und eine „Stadt der kurzen Wege“. Es ist durchaus zu begrüßen, dass Leipzig durch sein Wachstum nicht einfach in die Fläche wächst. Das würde die Erschließung der sprichwörtlichen grünen Wiese an den Rändern der Stadt bedeuten und damit eine noch höhere Flächenversiegelung und die Verdrängung von Naturraum. Eine Verdichtung in der Stadt und damit die Nutzung von Leerflächen ist somit unter ökologischen Aspekten der Ausfransung des städtischen Grunds vorzuziehen.

Ganz nebenbei bedeutet eine solche Entwicklung auch, dass das Konzept einer „Stadt der kurzen Wege“ besser umsetzbar ist. Damit ist die Möglichkeit gemeint, dass die Leipzigerinnen und Leipziger nicht einmal quer durch die Stadt müssen, um auf bestimmte Angebote beim Einkauf, aber auch bei Kultur und Begegnung zugreifen zu können. Auch dieses Konzept ist unter ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll, da somit weitaus kürzere Wege zu bewältigen sind und damit oftmals eine Stärkung von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr einhergeht.

Aber: wir dürfen dabei die Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner nicht aus den Augen verlieren. Deshalb ist eine Bebauung von vorhandenen Parkflächen nicht einfach als positiv zu erachten, nur weil wir damit eine höhere Verdichtung im oben genannten Sinn erreichen. Es muss also immer im konkreten Fall abgewägt werden, ob genug Freiflächen im jeweiligen Stadtviertel bzw. in der unmittelbaren Umgebung vorhanden sind.

Stadthäuser bedeuten gleichzeitig eine massive Erhöhung von Mieten in den innenstadtnahen Gebieten, da sie im Zweifel eine Klientel ansprechen, die über einen dickeren Geldbeutel verfügt (ein gutes Beispiel ist dabei die aktuelle Entwicklung im Musikviertel). Im Sinne einer „Stadt für Alle“ kann dieses Konzept nicht aufgehen. Hier gilt es, von städtischer Seite alle Register zu ziehen, um für eine heterogene Zusammensetzung der einzelnen Stadtviertel zu sorgen, somit die Segregation zu senken (Leipzig ist die Stadt mit den größten Einkommensunterschieden zwischen den einzelnen Stadtteilen in Deutschland!). Nachgewiesenermaßen führt das nämlich zu einer höheren Lebensqualität in den einzelnen Stadtteilen und somit in ganz Leipzig. Hierbei kommen dann auch Aspekte der gefühlten Sicherheit zu tragen: Stadtteile verlieren ihre Stigmatisierung, Gewalt und Konflikte nehmen erwiesenermaßen durch eine soziale Durchmischung von Stadtteilen enorm ab.

 

Juliane Nagel, Die Linke

Gute Frage. Die Errichtung von Stadthäusern ist ein klassisches Instrument der Lückenschließung einerseits, der Eigentumsbildung andererseits.

Die Stadt schreibt selbst dazu: "In den letzten zehn Jahren wurden in Leipzig als Reaktion auf die Suburbanisierung und den Neubau von jährlichen Hunderten Einfamilienhäusern am Stadtrand auf innerstädtisch gelegenen Brachflächen über 200 Stadthäuser neu gebaut."

Dieses Modell wurde umfassend unterstützt (die Leistungen kann mensch sich unter selbstnutzer.de anschauen.)
Das Modell gilt als Erfolgsrezept, muss aber dringend als überholt betrachtet werden.

1. Verschwanden damit wichtige Lücken, die immer seltener werden in Leipzig.

2. Stellt sich das Modell angesichts der wachsenden Stadt als platzmäßig ineffektiv dar, denn in der Regel wohnt dort lediglich eine geringen Anzahl an Menschen.

3. Ist der Ansatz der Eigentumsbildung infrage zu stellen.

Der Leiter des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, Karsten Gerkens, antwortete im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem Stadtteilfest Kontrollbereich 04277 in Connewitz auf die Kritik an diesem Modell, dass aus heutiger Sicht Geschosswohnungsbau die bessere Variante wäre. Richtig, und zu spät erkannt.

Architektonisch widersprechen die meisten dieser Häuser meinem ästhetischen Sinn, aber das ist tatsächlich eine subjektive Kiste. Zentral ist die (sozial)politische Kritik daran. In Connewitz waren die Stadthäuser in der Auerbauchstraße 2011 bekanntermaßen Stein des Anstosses einer intensiven Debatte um Aufwertung und Verdrängung. Denn die viel beschworene Gentrifizierung funktioniert nicht allein durch Verdrängung aufgrund steigender Mieten, ein weiterer Aspekt ist der sozialstrukturelle und soziokulturelle Wandel, der durch eine wohlhabendere BewohnerInnenschaft in ein Viertel kommt. Ob das bei den bestehenden Stadthäusern so ist, weiss ich nicht und würde auch darauf orientieren, sich nicht an diesen Symbolen abzuarbeiten. In Connewitz bspw. wohnen darin (auch) Menschen, die sich bewusst dafür entschieden haben und ihre Bezüge zum Viertel haben. Fragwürdiger ist meines Erachtens der Ansatz der Eigentumsbildung. Die Wohnungseigentumsquote lag in Leipzig 2009 bei 11 % und dürfte auch angesichts des Immobilienbooms gestiegen sein, 2014 wurden 65 Prozent mehr Kaufverträge abgeschlossen als 2013. Erklärtes Ziel des OBM (O-Ton im Auftaktworkshop zum Wohnungspolitischen Konzept im vergangenen Jahr) ist es, diese Quote zu steigern. Ich denke dagegen, dass Wohnen eine Sache ist, die in die öffentliche Hand gehört. Wohnen darf kein Spekulations- aber auch kein Rendite-Objekt sein. Darum sollte statt privaten Häusle-Bau zu fördern kräftig in Wohnungen in öffentlicher Hand investiert werden.

 

Katharina Schenk, SPD

Was mich viel mehr aufregt als Stadthäuser sind Wohnungen, die keiner bezahlen kann. Ich wohne im Graphischen Viertel und hier kann man beim Bauboom quasi zuschauen. Meine Wohnung ist noch ziemlich günstig. Die leeren Flächen die hier in den Seitenstraßen waren, sind aber längst großen und ziemlich schicken Wohnanlagen gewichen bzw. im Begriff das zu tun.

Mein Eindruck des Preissegments: teuer.

Meine Idealvorstellung ist eine gut durchmischte Stadt, in der in jedem Stadtgebiet für jede und jeden Platz ist. Stadthäuser zu bauen, wo es schon viele gibt, ist sicher ebenso wenig klug wie ein ganzer Wohnblock voller Einraumwohnungen. Mit anderen Worten: Die Stadt muss ein Auge auf den Wohnungsmarkt haben und mein Eindruck ist, dass das sehr viele Fraktionen im Stadtrat verstanden haben. Der Haushalt hat hier bereits einen guten Weg gewiesen. An dem gilt es nun festzuhalten. Denn klar ist: Wachstum hin oder her – auch Platz für freie Flächen muss bleiben, für kleine Parks und Glascontainer. Auch außergewöhnliches Wachstum wie das unserer Stadt darf nicht dazu verleiten, mal Fünfe gerade sein zu lassen. Wachstum ist nur etwas wert, wenn alle mitwachsen. Das bedeutet Veränderung – und ganz sicher nicht: Ein Stadthaus für jeden, der es bezahlen kann.

 

Martins Fazit

Es gibt auch schöne Stadthäuser. Wirklich! Ich hab sie mit eigenen Augen gesehen. Allein, sie sind die Ausnahme. Aber solche Geschmacksfragen sind nicht zielführend. Ich verstehe auch warum man sich dazu entscheidet, ein Stadthaus zu kaufen. Endlich muss man für den Traum vom Eigenheim mit Teppichgrundstück, nicht mehr vor die Tore der Stadt ziehen. Diese herrliche Mischung aus Enge und Monotomie gibt es jetzt auch mit Straßenbahnhaltestelle vor der Tür. Alles schön und gut.

Was mich stört ist die Platzverschwendung. Wir werden in den Nächsten Jahre sehr viele Neubauten sehen und unsere Mietsteigerungen werden zeigen, ob in diesen Neubauten eine, oder acht Familien wohnen.

Über den Autor:

Martin sieht in seinem Viertel noch viel zu viele Baustellenschilder mit Bildern von neuen Stadthäusern.

Kommentare

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Gute Frage, klare Antwort. Stadthäuser in Innenstadtlagen waren ein gutes Mittel, um schrumpfende Stadtteile zu stabilisieren. Jetzt wird es höchste Eisenbahn umzusteuern und Geschosswohnungsbau statt Eigenheime zu fördern.

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Jana Kapitza kommentierte auf Facebook

ja klar fördert es- Fördermittel fürs nächste Konsortium, ein Namenloser Zusammenschluss von wildfremden Investoren, die diese Wohnungen abstossen sobald sie steuerlich unrentabel werden. Dann fördert den nächsten, der es kauft um es nochmal zu sanieren, die Mieten anhebt und dann auch wieder abstößt. Ein toller Fördermittelkreislauf inkl. Augenwischerei. Und während der Bewohner dieses Betoneubaus neidisch auf den gut gepflegten Vorgarten des Stadthausbesitzers schielt, seine Erdbeeren im Ampelkörbchen pflückt oder sich ein Beet bei "annalinde" (mittlerweile vor die Tore der Stadt verbannt, da auf dem Gelände ein Mehrfamilienhaus steht) und sich heimlich auch son schickes Haus wünscht. PS- man kann so einen Stadthausbesitzer ganz toll vergraulen, in dem man ihm einen 7-8 Stöcker vors Wohnzimmerfenster setzt, dann klappt sein Wert sofort in den Minusbereich und jeder wird meckern, wie man sooooooo wohnen könnte.... Apropos, es ist eigentlich ne Frechheit wie man heutzutage noch innerstädtische Friedhöfe zulassen kann- also sowas unrentables ist mir ja schon lange ein Dorn im Auge. Da liegt quasi auf 2qm nur 1er rum und das auch noch im Grünen.....

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Joerg Warschat kommentierte auf Facebook

Schlimm wenn Ideologie u Neid die Vernunft besiegt. Am schlimmsten aber vorhersehbar ist Frau Nagels Antwort die jedes Eigentum verteufelt. Aber schön Landtagsdiäten verdienen.

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Luise Berger kommentierte auf Facebook

Hallo ihr Lieben, danke für euren informativen Blog. Ich bin geborene Connewitzerin und seit ein paar Jahren Besitzerin eines Connewitzer Stadthauses und immer wieder in der Situation mich dafür rechtfertigen zu müssen. Ich liebe mein Viertel, engagiere mich und mag den rauen Charme - mich stören die Graffitis an meiner Hauswand nicht und ich beobachte seit einer Weile kritisch den Verdrängungsprozess. Dennoch nervt mich die Verteufelung der Stadthäuser mächtig! Wenn an deren Stelle 5 geschossige Luxusbauten stünden wäre die Situation auch nicht besser? Ich bin nicht bereit irgendeinem Investor aus sonst woher tausende Euro Miete in den Rachen zu werfen, auch möchte ich meinen Wohnsitz im Viertel nicht aufgeben! Was ist falsch an Wohneigentum in Form eines Stadthauses? Der Bau eines Mehrfamilienhauses als Lückenbebauung macht doch nur Sinn wenn in diesem auch bezahlbare Wohnungen angeboten werden und da geht der Trend auf jeden Fall nicht hin! Müsste sich der Erbauer neuer Mehrfamilienhäuser verpflichten, beispielsweise 1/3 Sozialwohnungen, 1/3 ?normale? Wohnungen und 1/3 Eigentum zu schaffen fände ich euren Einwand nachvollziehbar doch so kann ich nichts damit anfangen! Es macht mich traurig immer die Dumme im Viertel zu sein wobei ich seit so vielen Jahren ein Teil davon bin? Bevor es nicht grundlegende Auflagen bei Neubebauungen gibt kotzt mich die Aussage "Krieg den Stadthäusern" an!

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Martin Meißner kommentierte auf Facebook

Hallo Luise, danke für dein ausführliches Feedback. Der "Rechtfertigungsdruck" ist in Connewitz sicherlich besonders stark. Grundsätzlich ist auch absolut nachvollziehbar, warum man sich für ein Stadthaus entscheidet (wobei eine EIgentumswohnung auch in Betracht käme, wenn es um die Angst vor Mieterhöhung geht). Die Idee stammt aus einer Zeit, als Leipzig noch voller freier Flächen war. Die Stadt schrumpfte. Diese Situation haben wir einfach nicht mehr. Die Bevölkerung wächst unglaublich schnell. Wahrscheinlich haben die wenigsten eine Vorstellung davon, wie sehr das Bevölkerungswachstum unsere Stadt verändern wird.

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Nutzerbild von LachLach kommentierte

Lacher

Martin ist schon ein rechter Simplex, nicht nur im Duktus, auch im Denken ... siehe Linxxxnet Nagel

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Sarah Sturm kommentierte auf Facebook

Einen schönen Artikel zum Thema Brache(n) in Leipzig findet ihr auch im aktuellen ZeitPunkt. Im E-Paper auf Seite 28 http://www.zeitpunkt-kulturmagazin.de/leipzig/epaper/ausgabe-leipzig-mai-2015.html

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Nutzerbild von Tom CoalTom Coal kommentierte

Unnötig, den Stadthäusern den Krieg zu erklären.

Ich habe keine Ahnung vom Wohnen in Connewitz oder der Südvorstadt, schließlich wohne ich in Möckern. Der Lückenschluss durch Stadthäuser ist für mich das geringere Problem gegenüber den unsanierten und leerstehenden Wohnhäusern, z.B. in der Georg-Schumann-Str.. Ihr erinnert euch, manchmal stürzen diese auch ein. Das Grundproblem ist für mich aber generell die Privatisierung von (Miet) Wohnraum. Solange die Stadt nicht mindestens 51% des Wohnraumes besitzt ist ihr Einfluss auf dem Mietmarkt eher marginal. Gesetzliche Regelungen wie Mietpreisbremse verhindern zwar ein Ansteigen der Mieten - sorgen aber nicht für bezahlbare Wohnungen. Und sage keiner, dass städtisches Eigentum ineffizient ist. Vielleicht sind die Beamten, die es verwalten unfähig - aber schaut nur was die Privatisierung gebracht hat.

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